Beipackzettel

Ebrantil 30MG Retarddkapseln

Präparat: Ebrantil 30MG Retarddkapseln
PZN: 5556357
Packungsgröße: 50 Stück (Normpackung)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Retard-Kapseln

Anbieter:
EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Otto-Hahn-Str. 11
Trittau 22946
Tel.: 0800/3672633
Fax: 04154/806-114
Email: Kundenservice-Apotheke@EMRAmed.de
Homepage: www.emramed.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Urapidil (30 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Diethyl phthalat
  • Drucktinte
  • Eisen (III) oxid, gelb
  • Ethyl cellulose
  • Eudragit S 100
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Ebrantil 30MG Retarddkapseln" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Ebrantil 30MG Retarddkapseln

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks durch Erweiterung der Blutgefäße.
  • Das Präparat wird angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Ebrantil 30MG Retarddkapseln

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Urapidil oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind,
    • während Schwangerschaft und Stillzeit

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich, bei
    • Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche), deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt, wie z.B. bei Herzklappenverengung (Aortenklappen- oder Mitralklappenstenose), bei Lungenembolie oder bei durch Perikard (Herzbeutel)-Erkrankung bedingter Einschränkung der Herzaktion
    • Kindern, da keine Untersuchungen hierzu vorliegen,
    • Patienten mit Leberfunktionsstörungen,
    • Patienten mit mäßiger bis schwerer Nierenfunktionsstörung,
    • älteren Patienten,
    • Patienten, die gleichzeitig Cimetidin erhalten.
  • Die Behandlung des Bluthochdruckes mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Sie sollten deshalb die Untersuchungstermine bei Ihrem Arzt regelmäßig einhalten.
  • Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie das Präparat einnehmen dürfen, wenn die oben genannten Erkrankungen für Sie zwar heute nicht mehr gelten, aber früher einmal zutrafen.
  • Kinder und Jugendliche
    • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Präparates ist bei Kindern erforderlich, da keine hinreichenden Untersuchungen hierzu vorliegen.
  • Ältere Menschen
    • Bei älteren Patienten kann bei Langzeitbehandlung eine Dosisverringerung des Präparates erforderlich sein.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne festen Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenhang mit Alkohol.

Schwangerschaftshinweis

  • Das Präparat darf in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, da Erfahrungen am Menschen bisher nicht vorliegen. Tierexperimentelle Studien haben keine Anhaltspunkte für eine Keimschädigung ergeben.
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Dosierung

Dosierung von Ebrantil 30MG Retarddkapseln

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Für eine behutsame Blutdrucksenkung wird die Behandlung mit einer zweimal täglichen Gabe des Präparates (entsprechend zweimal täglich 30 mg Urapidil) begonnen.
    • Ist eine schnellere Blutdrucksenkung erwünscht oder notwendig, so kann die Behandlung auch mit einer zweimal täglichen Gabe des Präparates (entsprechend zweimal täglich 60 mg Urapidil) begonnen werden.
    • Die Dosis kann schrittweise den individuellen Erfordernissen angepasst werden. Der Dosierungsbereich für die Erhaltungstherapie beträgt 60 - 180 mg Urapidil pro Tag, wobei die Gesamtmenge auf zwei Einzelgaben verteilt wird.
    • Bei Leberfunktionsstörungen kann eine Dosisverringerung des Präparates erforderlich sein.
    • Bei mäßiger und schwerer Nierenfunktionsstörung sowie bei älteren Patienten kann bei Langzeitbehandlung eine Dosisverringerung des Präparates erforderlich sein.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt.
    • Die Behandlung mit dem Präparat ist in der Regel eine Langzeittherapie.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
    • Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung bzw. Vergiftung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!
    • Ärztliche Maßnahmen bei Überdosierung
      • Eine übermäßige Blutdrucksenkung kann durch Hochlagern der Beine und Volumensubstitution gebessert werden. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, können gefäßverengende Präparate langsam und unter Blutdruckkontrolle intravenös injiziert werden. In ganz seltenen Fällen ist die intravenöse Gabe von Katecholaminen (z. B. Adrenalin 0,5 - 1,0 mg auf 10 ml verdünnt) notwendig.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z. B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung mit dem Präparat unterbrechen oder vorzeitig beenden!

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Anwender von 10
    • Häufig: betrifft 1 bis 10 Anwender von 100
    • Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Anwender von 1.000
    • Selten: betrifft 1 bis 10 Anwender von 10.000
    • Sehr selten: betrifft weniger als 1 Anwender von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Mögliche Nebenwirkungen:
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • gelegentlich
        • Schlafstörungen
      • sehr selten
        • Unruhe
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig
        • Schwindel, Kopfschmerzen
    • Herzerkrankungen
      • gelegentlich
        • Herzklopfen, Beschleunigung oder Verlangsamung der Herzschlagfolge (Tachykardie, Bradykardie), Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina-pectoris-ähnlich)
    • Gefäßerkrankungen
      • gelegentlich
        • Blutdruckabfall beim Lagewechsel (orthostatische Dysregulation)
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • gelegentlich
        • Verstopfte Nase
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • häufig
        • Übelkeit
      • gelegentlich
        • Erbrechen, Durchfall; Mundtrockenheit
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich
        • Allergische Reaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Hautausschläge)
      • nicht bekannt
        • Angioödem, Nesselsucht
    • Erkrankungen der Niere und Harnwege
      • sehr selten:
        • Verstärkter Harndrang oder Verstärkung einer Harninkontinenz
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • sehr selten:
        • Dauererektion (Priapismus)
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • gelegentlich
        • Müdigkeit
      • sehr selten
        • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme)
    • Untersuchungen
      • sehr selten
        • Reversible Erhöhung leberspezifischer Enzyme, Verminderung der Thrombozytenzahl#
    • # In sehr seltenen Einzelfällen ist in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme des Präparates eine Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) beobachtet worden. Ein kausaler (ursächlicher) Zusammenhang mit der Behandlung konnte - beispielsweise durch immunhämatologische Untersuchungen - nicht nachgewiesen werden.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Ebrantil 30MG Retarddkapseln" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Ebrantil 30MG Retarddkapseln" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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