Beipackzettel

DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze

Präparat: DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze
PZN: 6412347
Packungsgröße: 7 Stück (Normpackung)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Injektionslösung

Anbieter:
FERRING Arzneimittel GmbH
Fabrikstrasse 7
Kiel 24103
Tel.: 0431/5852-0
Fax: 0431/5852-74
Email: info@ferring.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Triptorelin acetat (100 µg pro Milliliter)
    = Triptorelin (95.6 µg pro Milliliter)
Sonstige Bestandteile:
  • Essigsäure 99%
  • Natrium chlorid
  • Wasser, für Injektionszwecke

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Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze

  • Dieses Arzneimittel ist eine Injektionslösung in einer Fertigspritze zur einmaligen Anwendung. Es wird subkutan (unter die Haut) des Unterbauches injiziert.
  • Das Präparat enthält Triptorelin, ein ähnliches synthetisch hergestelltes Hormon wie das Gonadotrophin-Releasing-Hormon (GnRH). GnRH reguliert die Freisetzung von Gonadotrophinen [Sexualhormone: luteinisierendes Hormon (LH) und follikelstimulierendes Hormon (FSH)].
  • Das Arzneimittel blockiert die GnRH-Wirkung, wobei die LH- und FSH-Spiegel reduziert werden (sogenannte Downregulation). Dies verhindert eine vorzeitige Ovulation (Freisetzung von Eizellen).
  • Dieses Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung von Frauen im Rahmen der Assistierten Reproduktionstechniken (ART). Bei ART kann die Ovulation gelegentlich vorzeitig eintreten, was zu einer deutlichen Verringerung der Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, führt. Das Arzneimittel wird zur Downregulation und Verhinderung vorzeitiger LH-Anstiege, die eine vorzeitige Freisetzung von Eizellen hervorrufen können, angewendet.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Triptorelinacetat (1:1) oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen GnRH oder sonstige GnRH-Analoga (ähnliche Arzneimittel wie dieses) sind.
    • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung erforderlich,
    • Bei manchen Patientinnen, die mit diesem Arzneimittel behandelt wurden, wurden z. T. schwerwiegende Depressionen festgestellt. Wenn Sie mit dem Präparat behandelt werden und bei Ihnen depressive Stimmungen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt.
    • da das Arzneimittel zu Stimmungsschwankungen führen kann.
    • da die Behandlung mit dem Arzneimittel in seltenen Fällen zu Hirnblutungen (Hypophysenapoplexie) führen kann. Informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen plötzlich Kopfschmerzen, Erbrechen oder Sehstörungen auftreten.
    • da die Behandlung mit dem Arzneimittel zu Knochenschwund führen kann, wodurch das Risiko von Knochenverletzungen erhöht ist.
    • Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund (Osteoporose) haben, sollten Sie Ihren Arzt vor der Behandlung mit dem Arzneimittel darüber informieren. Risikofaktoren sind:
      • wenn jemand in Ihrer engeren Familie bereits an Knochenschwund leidet.
      • wenn Sie übermäßig Alkohol trinken, unter Mangelernährung leiden oder starke Raucherin sind.
      • wenn Sie weitere Arzneimittel erhalten, die die Knochenstärke beeinflussen können.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn einer der unten aufgeführten Warnhinweise auf Sie zutrifft oder in der Vergangenheit auf Sie zutraf.
      • Sie leiden an einer leichten bis schweren Lebererkrankung.
      • Sie leiden an einer akuten Allergie oder bei Ihnen sind in der Vergangenheit leichte allergische Reaktionen aufgetreten.
      • Wenn Sie die Injektion des Arzneimittels selbst vornehmen, sollten Sie sich möglicher allergischer Reaktionen (Juckreiz, Hautausschlag, Fieber) bewusst sein.
    • Falls Sie nach der Injektion des Arzneimittels an folgenden Reaktionen leiden, müssen Sie Ihren Arzt sofort informieren.
      • Bauchschmerzen
      • Anschwellung des Bauches
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Gewichtszunahme
      • Atemnot
      • Vermindertes Wasserlassen
    • Informieren Sie sofort Ihren Arzt, selbst wenn die Symptome erst Tage nach Gabe der letzten Injektion auftreten. Diese können Anzeichen einer hohen Aktivität in den Eierstöcken sein, die schwerwiegende Folgen haben kann. Wenn diese Symptome schwerwiegend werden, muss die Infertilitätsbehandlung abgebrochen und Sie müssen im Krankenhaus behandelt werden.
    • Während Sie mit diesem Arzneimittel behandelt werden, wird Ihr Arzt Ultraschalluntersuchungen und in manchen Fällen Bluttests veranlassen, um Ihr Ansprechen auf die Behandlung zu kontrollieren.
    • Die Infertilitätsbehandlung mit Hormonpräparaten wie diesem Arzneimittel kann das Risiko des Auftretens
      • einer ektopen Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter), wenn Sie bereits eine Eileiterkrankheit hatten
      • einer Fehlgeburt
      • einer Mehrlingsschwangerschaft (Zwillinge, Drillinge, etc.)
      • kongenitaler Missbildungen (angeborene Missbildungen des Babys)
    • erhöhen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenden Sie das Arzneimittel nicht an, wenn Sie schwanger sind oder stillen.
  • Wenden Sie das Arzneimittel nicht an, wenn Sie möglicherweise schwanger sind. Eine Schwangerschaft sollte durch Ihren Arzt ausgeschlossen werden. Wenn Sie während der Behandlung feststellen, dass Sie schwanger sind, brechen Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel ab. Während der Behandlung sollten Sie ein nicht-hormonelles Verhütungsmittel, wie z. B. Kondome oder Diaphragmen, verwenden.
Dosierung

Dosierung von DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze

  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die übliche Dosis ist eine Injektion unter die Haut des Unterbauches einmal pro Tag. Mit der Behandlung kann am 2. oder 3. Tag oder am 21. - 23. Tag des Menstruationszyklusses (oder 5 - 7 Tage vor dem voraussichtlichen Beginn der Menstruation) begonnen werden. Nach 2 bis 4 Wochen werden andere Hormone verabreicht, um das Follikelwachstum (Wachstum der Eibläschen) zu stimulieren. Im Allgemeinen wird die Behandlung mit dem Arzneimittel fortgesetzt, bis die Follikel (Eibläschen) eine geeignete Größe erreicht haben. Dies dauert normalerweise 4 bis 7 Wochen.
  • Wenn ausreichend Eibläschen vorhanden sind, erhalten Sie eine einmalige Injektion eines Arzneimittels, das humanes Choriongonadotrophin (hCG) enthält, zur Auslösung der Ovulation (Eisprung).
  • Ihr Arzt wird Sie mindestens 2 Wochen nach Gabe der hCG-Injektion engmaschig überwachen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten
    • Informieren Sie den Arzt.

 

  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Informieren Sie den Arzt.

 

  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen wollen
    • Brechen Sie die Anwendung des Arzneimittels nicht eigenmächtig ab, sondern befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes. Wenn Sie die Behandlung zu früh beenden, verringern sich Ihre Chancen, schwanger zu werden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Folgende sehr häufige Nebenwirkungen treten bei mehr als 1 von 10 Behandelten auf:
    • Kopfschmerzen
    • vaginale Blutung/Schmierblutung
    • Entzündung an der Injektionsstelle
    • Bauchschmerzen
    • Übelkeit
  • Folgende häufige Nebenwirkungen treten bei 1 bis 10 von 100 Behandelten auf:
    • Erkältung
    • Halsentzündung
    • Hitzewallungen
    • angeschwollener Bauch
    • Fehlgeburt
    • Überstimulation der Eierstöcke (hohe Aktivität)
    • Schmerzen während der Menstruation
    • Müdigkeit
    • Grippe-ähnliche Symptome
    • Schwindel
    • Erbrechen
    • Rückenschmerzen
    • Beckenschmerzen
    • Eierstockzysten (zu Beginn der Behandlung)
    • Schmerzen oder sonstige Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Folgende gelegentliche Nebenwirkungen treten bei 1 bis 10 von 1.000 Behandelten auf:
    • Stimmungsänderungen
    • Depressionen
  • Nicht bekannt: die Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeleitet werden:
    • Bauchbeschwerden
    • Übermäßiges Schwitzen
    • Allergische Reaktionen
    • Schlafstörungen
    • verschwommenes Sehen
    • Juckreiz
    • Hautausschlag
    • Schwellung unter der Haut (Angioödem)
    • Schwäche
    • Muskelkrämpfe
    • Gelenkschmerzen
    • Vergrößerte Eierstöcke
    • Schmierblutungen zwischen den Regelblutungen
    • Geringeres sexuelles Verlangen
    • Kurzatmigkeit
    • Sehstörungen
    • Schwere, verlängerte bzw. unregelmäßige Regelblutungen
    • Trockene Vagina
    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
    • Brustschmerzen
    • Rötung an der Injektionsstelle
    • Gewichtszunahme
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "DECAPEPTYL IVF 0.1mg/1ml Inj.-Lsg.in Fertigspritze" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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