Beipackzettel

Citalopram biomo 30mg Filmtabletten

Präparat: Citalopram biomo 30mg Filmtabletten
PZN: 680420
Packungsgröße: 20 Stück (N1)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform (Teilbarkeit): Filmtabletten (halbierbar)

Anbieter:
biomo pharma GmbH
Josef-Dietzgen-Str. 3
Hennef 53773
Tel.: 02242 8740-0
Fax: 02242 8740-499
Email: biomo@biomopharma.de
Homepage: www.biomopharma.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Citalopram hydrobromid (37.48 mg pro Stück)
    = Citalopram (30 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Hypromellose
  • Macrogol 6000
  • Magnesium stearat
  • Mannitol
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Citalopram biomo 30mg Filmtabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Citalopram biomo 30mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die als Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bezeichnet werden.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung von:
    • depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)
    • Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie (zum Beispiel starke Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten oder Angst vor öffentlichen Plätzen).
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Citalopram biomo 30mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile sind
    • wenn Sie gleichzeitig Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer einnehmen:
      • zum Beispiel das Antidepressivum Moclobemid oder
      • wenn Sie mit dem nicht-selektiven MAO-Hemmer Linezolid (ein Antibiotikum) behandelt werden, es sei denn, es liegen Möglichkeiten für eine engmaschige Überwachung und zur Kontrolle des Blutdrucks vor
      • der irreversible MAO-Hemmer Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) darf in Kombination mit Citalopram nur in Dosen von bis zu 10 mg Selegilin pro Tag angewendet werden
      • wenn Sie innerhalb der vergangenen 2 Wochen irreversible MAO-Hemmer eingenommen haben oder innerhalb der in der entsprechenden Packungsbeilage angegebenen Zeit einen reversiblen MAO-Hemmer (RIMA) angewendet haben
      • eine Behandlung mit einem MAO-Hemmer darf frühestens 7 Tage nach Absetzen von Citalopram begonnen werden.
    • wenn Sie Pimozid (ein Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen) einnehmen
    • wenn Sie angeborene Herzrhythmusstörungen haben oder bei Ihnen schon einmal Episoden von Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind (im EKG sichtbar; dies ist eine Untersuchung zur Beurteilung der Herzfunktion)
    • wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen einnehmen oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme von dem Arzneimittel ist erforderlich
    • Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/ Angststörung
      • Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa 2 Wochen, manchmal auch länger.
      • Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
        • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
        • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen
          im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
      • Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
      • Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, dies zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
    • Unruhe/Schwierigkeiten still zu sitzen oder still zu stehen
      • Symptome wie Ruhelosigkeit, wenn Sie z. B. nicht still sitzen oder still stehen können (Akathisie), können in den ersten Wochen einer Behandlung auftreten. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn diese Erscheinungen bei Ihnen auftreten. Eine Anpassung der Dosis kann in diesen Fällen hilfreich sein.
    • Verstärkte Angst
      • Bei der Behandlung von Panikstörungen dauert es normalerweise 2-4 Wochen, bis eine Besserung zu sehen ist. Zu Beginn der Behandlung kann es bei einigen Patienten zu
        verstärkten Angstgefühlen kommen, die im Verlauf der weiteren Behandlung wieder abklingen. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie sich genau an die Anweisungen Ihres
        Arztes halten. Beenden Sie die Behandlung und ändern Sie die Dosis nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.
    • Manie (überaktives Verhalten oder rasende Gedanken)
      • Wenn Sie in eine manische Phase geraten, die gekennzeichnet ist durch ungewöhnliche und sich schnell ändernde Ideen, übersteigerte Fröhlichkeit und übermäßige körperliche
        Aktivität, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung.
    • Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit einem Selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
      • Wenn Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel beenden, besonders wenn das plötzlich geschieht, können Absetzsymptome bei Ihnen auftreten. Diese sind häufig, wenn die Behandlung beendet wird. Die Gefahr ist größer, wenn das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen eingenommen worden ist, oder wenn die Dosis zu schnell reduziert wird. Die meisten Menschen finden, dass die Symptome leicht sind und sich innerhalb von 2 Wochen von selbst zurückbilden. Bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend oder länger anhaltend sein (2-3 Monate oder länger).
      • Sollten bei Beendigung der Behandlung mit dem Arzneimittel bei Ihnen schwere Absetzsymptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Möglicherweise wird
        er Sie auffordern, die Tabletten erneut einzunehmen, um sie dann langsamer abzusetzen.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
      • Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen.
      • Trotzdem kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dies im besten Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschrieben hat und Sie hierüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn eines der genannten Symptome bei einem mit dem Arzneimittel behandelten Patienten unter 18 Jahren auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von dem Arzneimittel in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn
      • es bei Ihnen zu Fieber, Muskelsteifigkeit oder Zittern und starker Erregung kommt. Möglicherweise leiden Sie an einem so genannten Serotonin-Syndrom. Obwohl dieses Syndrom nur selten auftritt, kann es sich zu einem potenziell lebensbedrohlichen Zustand entwickeln. Setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung; die Behandlung mit dem Arzneimittel muss vielleicht beendet werden.
      • Sie pflanzliche Heilmittel anwenden, die Johanniskraut enthalten (Hypericum perforatum)
      • Sie mit serotonerg wirkenden Arzneimitteln behandelt werden, zum Beispiel Sumatriptan oder andere Triptane, Tramadol, Oxitriptan und Tryptophan
      • Sie empfindlich sind für Veränderungen im Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls) oder bei Ihnen der Verdacht auf ein kongenitales langes QT-Syndrom besteht oder wenn Ihre Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut niedrig sind (Hypokaliämie/Hypomagnesiämie)
      • Sie an Störungen der Herzfunktion leiden oder gelitten haben oder vor Kurzem einen Herzanfall hatten
      • Sie einen niedrigen Ruhepuls haben und/oder ihnen bekannt ist, dass Sie unter Salzverlust infolge von länger andauerndem, starkem Durchfall und Erbrechen oder infolge der Einnahme von Diuretika (Entwässerungstabletten) leiden könnten
      • bei schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindelgefühl beim Aufstehen, was auf eine gestörte Herzschlagfrequenz hindeuten kann
      • bei Ihnen ein Risiko eines Natriummangels im Blut (Hyponatriämie) vorliegt, zum Beispiel durch gleichzeitig angewendete Arzneimittel oder aufgrund einer Zirrhose. In seltenen Fällen, vor allem bei älteren Patienten, wurde in Zusammenhang mit dem Arzneimittel über eine Hyponatriämie in Verbindung mit dem Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) berichtet.
      • Sie Diabetes haben. Möglicherweise muss die Dosis Ihres Antidiabetikums angepasst werden.
      • Sie an Epilepsie leiden. Falls es zu Krampfanfällen kommt, muss die Behandlung beendet werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt.
      • Sie an Blutungsanomalien leiden, zum Beispiel gynäkologische Blutungen oder Magenblutungen, oder wenn Sie Arzneimittel anwenden, die die Blutgerinnung beeinflussen oder die Blutungsneigung verstärken, da die Behandlung mit Citalopram das Blutungsrisiko erhöhen kann
      • bei Behandlungsbeginn Schlafstörungen oder Erregungszustände auftreten. Möglicherweise nimmt Ihr Arzt eine Dosisanpassung vor.
      • Sie sich einer Elektro-Krampf-Therapie unterziehen müssen
      • Sie an einer so genannten Psychose mit depressiven Episoden leiden, da sich die psychotischen Symptome verschlimmern könnten.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Citalopram hat einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Fähigkeit Fahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen. Führen Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Sie auf dieses Arzneimittel reagieren. Normalerweise beeinträchtigt Citalopram nicht die Fähigkeit die Aktivitäten des Alltags zu erledigen. Wenn Sie beginnen dieses Arzneimittel einzunehmen und sich benommen oder schläfrig fühlen, sollten Sie jedoch vorsichtig sein beim Führen von Fahrzeugen, Bedienen von Maschinen oder wenn Sie Tätigkeiten ausüben, die Aufmerksamkeit erfordern, bis diese Symptome nachlassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt, ob Sie eine der oben genannten Tätigkeiten ausführen können.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ Gebärfähigkeit
    • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft
      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, annehmen schwanger zu sein oder planen schwanger zu werden. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, es sei denn, Sie und Ihr Arzt haben Nutzen und Risiken einer Behandlung besprochen.
      • Beenden Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel während einer Schwangerschaft nicht abrupt. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie die Behandlung aussetzen oder beenden wollen.
      • Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie
      • mit dem Arzneimittel behandelt werden. Arzneimittel wie dieses können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.
      • Falls Sie das Arzneimittel in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft bis zur Geburt eingenommen haben, kann Ihr Kind bei der Geburt schwerwiegende Nebenwirkungen oder Absetzsymptome zeigen, wie Probleme mit der Atmung, bläuliche Verfärbung der Haut oder Lippen, unregelmäßiges Atmen mit Atempausen, wechselnde Körpertemperatur, Krampfanfälle, Teilnahmslosigkeit, Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Trinken, Erbrechen, niedriger Blutzucker, steife oder schlaffe Muskeln, anormal gesteigerte Refl exe, Muskelzittern, starke Nervosität oder nervöses Zittern, Reizbarkeit, ständiges Schreien und Benommenheit. Wenn Sie bei Ihrem Kind nach der Geburt derartige Symptome bemerken, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt, der Sie entsprechend beraten kann.
    • Stillzeit
      • Citalopram tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Die Gefahr von Wirkungen auf den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, halten Sie bitte vor dem Stillen Rücksprache mit Ihrem Arzt.
    • Zeugungs-/Gebärfähigkeit
      • In Tierstudien wurde gezeigt, dass Citalopram die Spermienqualität vermindert. Theoretisch könnte dies die Zeugungsfähigkeit beim Menschen beeinflussen, aber Auswirkungen auf die Zeugungsfähigkeit beim Menschen wurden bis jetzt noch nicht beobachtet.
Dosierung

Dosierung von Citalopram biomo 30mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel wird 1-mal täglich morgens oder abends eingenommen.
  • Falls Dosen erforderlich sind, die sich mit dieser Stärke nicht erreichen lassen, steht dieses Arzneimittel auch in anderen Stärken zur Verfügung.
  • Dosierungshinweise
    • Erwachsene
      • Depressionen
        • Die übliche Dosis beträgt 20 mg pro Tag. Diese Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 40 mg pro Tag erhöht werden.
      • Panikstörungen
        • Die Anfangsdosis beträgt in der ersten Woche 10 mg pro Tag, bevor die Dosis auf 20-30 mg pro Tag erhöht wird. Diese Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 40 mg pro Tag erhöht werden. Es können bis zu 3 Monate vergehen, bis das volle therapeutische Ansprechen erreicht wird.
    • Ältere Patienten (über 65 Jahren)
      • Depressionen und Panikstörungen
        • Die Anfangsdosis sollte auf die Hälfte der empfohlenen Dosis gesenkt werden, z. B. 10-20 mg pro Tag. Ältere Patienten sollten üblicherweise nicht mehr als 20 mg pro Tag einnehmen.
    • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
      • Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
    • Patienten mit besonderen Risiken
      • Beeinträchtigung der Leberfunktion
        • Die übliche Anfangsdosis liegt bei 10 mg 1-mal täglich. Patienten mit Leberfunktionsstörungen sollten nicht mehr als 20 mg pro Tag einnehmen.
      • Beeinträchtigung der Nierenfunktion
        • Möglicherweise muss die Dosis angepasst werden. Befolgen Sie die ärztlichen Anweisungen.
    • Halten Sie sich immer an die Anweisungen Ihres Arztes. Der Bedarf der einzelnen Patienten ist unterschiedlich.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Es können 2-4 Wochen vergehen, bis Sie eine Besserung feststellen. Die Behandlung sollte nach Abklingen der Symptome noch über weitere 4-6 Monate fortgeführt werden. Wenn die Behandlung mit dem Arzneimittel beendet wird, muss die Dosis über einen Zeitraum von mindestens 1-2 Wochen schrittweise vermindert werden.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge von dem Arzneimittel eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge von dem Arzneimittel eingenommen haben, als hier angegeben ist oder von Ihrem Arzt verordnet wurde, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, die Notaufnahme oder eine Apotheke. Manche Symptome einer Überdosierung können lebensbedrohend sein.
    • In Abhängigkeit von der eingenommenen Dosis äußern sich Überdosierungen von Citalopram als Beschwerden wie z. B. unregelmäßiger Herzschlag, Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen (beschleunigte oder verlangsamte Herzfrequenz), Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Zittern, Blutdruckveränderungen (erhöhter oder erniedrigter Blutdruck), Serotonin-Syndrom, Agitiertheit, Schwindel, erweiterte Pupillen, bläuliche Verfärbung der Haut, zu schnelle Atmung, Herzstillstand, Koma.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel einmal vergessen haben, fahren Sie einfach mit dem gewohnten Einnahmeschema fort - nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel abbrechen
    • Ein plötzliches Beenden der Behandlung sollte vermieden werden.
    • Bei Beendigung einer Behandlung mit dem Arzneimittel sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Wochen reduziert werden, um das Risiko von Absetzreaktionen zu verringern.
    • Wenn nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten zu reduzieren.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die Nebenwirkungen klingen gewöhnlich nach wenigen Behandlungswochen ab. Viele dieser Symptome können auch auf Ihre Krankheit zurückzuführen sein und daher abklingen, wenn Sie beginnen, sich besser zu fühlen.
  • Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen, dürfen Sie das Arzneimittel nicht weiter einnehmen. Suchen Sie sofort Ihren Arzt oder die nächste Notaufnahme eines Krankenhauses auf:
    • Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen)
      • Übelkeit, Muskelschwäche, Verwirrtheit, Müdigkeit und Muskelzuckungen aufgrund niedriger Natriumwerte in Ihrem Blut. Bei einigen Patienten kann dies zu einer schwerwiegenden Nebenwirkung führen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
      • Leberentzündung, Gelbsucht
      • Krampfanfälle
    • Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Patienten betreffen)
      • plötzliche allergische Reaktion (innerhalb von Minuten bis Stunden), z. B. Hautausschlag, Atemschwierigkeiten, Schwindel und Ohnmacht (anaphylaktische Reaktion)
      • Hautausschlag (Quaddeln) und Schwellungen. Fälle mit Beteiligung von Gesicht, Lippen und Zunge können lebensbedrohlich sein.
    • Nebenwirkungen mit der Häufigkeit „Nicht bekannt" (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • suizidale Gedanken, suizidales Verhalten Fälle von suizidalen Gedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden. Suchen Sie Ihren Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.
      • schwerwiegende Herzrhythmusstörungen mit schnellem, unregelmäßigem Puls
      • hohes Fieber, Zittern und plötzliche Muskelzuckungen, Verwirrtheit, krankhafte Hochstimmung und Agitiertheit
      • Abnahme der Anzahl der Blutplättchen, welche zu einem erhöhten Risiko für Blutungen und Blutergüsse führt
      • ungewöhnliche Blutungen, einschließlich Blutungen im Magen-Darm-Trakt (Bluterbrechen und/oder schwarze Stühle aufgrund von Blutungen in Magen und Darm) sowie Blutungen aus der Gebärmutter
      • schneller, unregelmäßiger Herzschlag, Ohnmacht. Dies können Symptome für eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung sein, die Torsade de Pointes genannt wird.
    • Von folgenden Nebenwirkungen wurde ebenfalls berichtet:
      • Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Patienten betreffen)
        • Herzklopfen, Zittern, vermehrtes Schwitzen
        • Lethargie (Drang zu Schlafen), Schläfrigkeit, Schwäche und Gebrechlichkeit
        • psychomotorische Unruhe (Agitiertheit), Schlafstörungen, Nervosität
        • Schwindel
        • Verschwommensehen (Schwierigkeiten Kleingedrucktes zu lesen)
        • Mundtrockenheit, welche das Risiko für Karies erhöhen kann - Sie sollten daher während der Einnahme von dem Arzneimittel häufiger als sonst Ihre Zähne putzen
        • Übelkeit, Verstopfung
        • Kopfschmerzen
      • Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)
        • verminderter Appetit, Gewichtsverlust, gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Geschmacksstörungen
        • Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörungen (einschließlich Säurereflux, Sodbrennen), Magenschmerzen, Blähungen
        • schneller Puls. Dies kann schwerwiegend werden. Wenn ein sehr schneller oder unregelmäßiger Puls auftritt oder Sie sich unwohl oder einer Ohnmacht nahe fühlen, suchen Sie Ihren Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.
        • hoher Blutdruck. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Bluthochdruck sollte behandelt werden. Ein stark erhöhter Blutdruck ist schwerwiegend.
        • Schwindel und möglicherweise Ohnmacht (eventuell nur beim Aufstehen) aufgrund eines niedrigen Blutdrucks
        • Fieber
        • Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl auf der Haut
        • Müdigkeit, Schlafstörungen, ungewöhnliche Träume
        • Migräne, Ohrenklingeln (Tinnitus)
        • Sehstörungen
        • laufende Nase, Nasennebenhöhlenentzündung, Gähnen
        • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
        • Juckreiz, Hautausschlag
        • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
        • Ejakulationsstörungen, Impotenz (Erektionsstörungen)
        • Menstruationsschmerzen, Orgasmusstörungen
        • verminderte Libido
        • Angstgefühle, Verwirrtheit, Gleichgültigkeit
        • beeinträchtigte Konzentration, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust
        • vermehrter Speichelfluss
        • krankhaft erhöhte Urinausscheidung (Polyurie)
      • Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)
        • Halluzinationen. Diese könnten schwerwiegend sein. Suchen Sie einen Arzt oder Notarzt auf.
        • langsamer Puls. Dies kann schwerwiegend werden. Wenn ein langsamer Puls auftritt oder Sie sich unwohl oder einer Ohnmacht nahe fühlen, suchen Sie Ihren
          Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.
        • Ohnmacht
        • Krampfanfälle
        • Bewegungsstörungen
        • erweiterte Pupillen
        • Husten
        • Schwierigkeiten beim Wasserlassen, möglicherweise Harnretention. Dies kann schwerwiegend sein oder werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
        • Quaddeln, Ödeme (Flüssigkeitsretention), Überempfindlichkeit. Suchen Sie Ihren Arzt auf.
        • Haarausfall
        • verstärkte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität)
        • kleine Haut- und Schleimhautblutungen
        • ungewöhnlich starke Menstruationsblutung
        • Aggression (bedrohliches, möglicherweise gewalttätiges Verhalten), Realitätsverlust oder Entfremdungserlebnis
        • krankhafte Hochstimmung (Manie)
        • Hochstimmung (Euphorie)
        • gesteigerte Libido
        • Appetitlosigkeit
        • Unwohlsein
        • Gewichtszunahme
      • Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Patienten betreffen)
        • unwillkürliche Bewegungen
        • Blutungen (z. B. gynäkologische Blutungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Ekchymose (Hautblutungen) und andere Formen von Haut- oder Schleimhautblutungen)
        • Unfähigkeit still zu sitzen
        • Restless legs (unruhige Beine)
      • Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Patienten betreffen)
        • Ausfluss von Milch aus der Brust
      • Nebenwirkungen mit der Häufigkeit „Nicht bekannt" (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
        • Schwäche, verminderte Muskelkraft, Zittern und anormaler Herzrhythmus aufgrund niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie). Dies kann bei einigen Patienten zu einer schwerwiegenden Nebenwirkung werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
        • Nasenbluten
        • Blutflecken unter der Haut
        • unregelmäßige, starke Menstruationsblutung
        • anhaltende schmerzhafte Erektion. Suchen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.
        • Panikattacke
        • Zähneknirschen
        • Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, beobachtet.
  • Außerdem kann das Arzneimittel Nebenwirkungen hervorrufen, die Sie normalerweise nicht wahrnehmen. Die Ergebnisse bestimmter Labortests, wie z. B. Leberwerte,
    können verändert sein, dies normalisiert sich, wenn die Behandlung beendet wird.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die hier nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Citalopram biomo 30mg Filmtabletten darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Amantadin
  • Amiodaron
  • Amisulprid
  • Amitriptylin
  • Amitriptylin oxid
  • Artemether
  • Artenimol
  • Budipin
  • Chlorprothixen
  • Diphenhydramin
  • Domperidon
  • Dronedaron
  • Droperidol
  • Erythromycin
  • Escitalopram
  • Linezolid
  • Mizolastin
  • Moclobemid
  • Moxifloxacin
  • Selegilin
  • Thioridazin
  • Tranylcypromin
  • Wirkstoffe, die die Erregungsleitung am Herzen beeinflussen (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG) und dadurch das Risiko für eine bestimmte Form der Herzrhythmusstörung (Torsade de Pointes) steigern wie z.B. Amiodaron, Chinidin oder Citalopram

Es besteht ein großes Risiko für eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen "Citalopram biomo 30mg Filmtabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Citalopram biomo 30mg Filmtabletten" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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