Beipackzettel

Citalopram AL 10mg Filmtabletten

Präparat: Citalopram AL 10mg Filmtabletten
PZN: 418596
Packungsgröße: 100 Stück (N3)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Filmtabletten

Anbieter:
ALIUD Pharma GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 19
Laichingen 89150
Tel.: 07333/9651-0
Fax: 07333/9651-4000
Email: info@aliud.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Citalopram hydrobromid (12.5 mg pro Stück)
    = Citalopram (10 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Hypromellose
  • Macrogol 6000
  • Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]
  • Mannitol
Weitere Bestandteile

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Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Citalopram AL 10mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die als selektive Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRI) bezeichnet werden.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Citalopram AL 10mg Filmtabletten

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • wenn Sie MAO- (Monoaminoxidase-) Hemmer (Arzneimittel, die zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson'schen Erkrankung eingesetzt werden) einnehmen. Der MAO-Hemmer Selegilin kann in Kombination mit Citalopram eingesetzt werden, die Dosis darf jedoch 10 mg pro Tag nicht übersteigen.
    • wenn Sie vor Kurzem MAO-Hemmer eingenommen haben. Abhängig von dem jeweiligen Typ des MAO-Hemmers, den Sie eingenommen haben, müssen Sie nach dem Absetzen des MAO-Hemmers bis zu 14 Tage warten, bevor Sie mit der Einnahme von Citalopram beginnen können. Wenn Sie die Einnahme von Citalopram beenden und mit der Anwendung eines MAO-Hemmers beginnen möchten, müssen Sie damit mindestens 7 Tage lang warten.
    • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Pimozid enthalten.
    • wenn Sie angeborene Herzrhythmusstörungen haben oder bei Ihnen schon einmal Episoden von Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind (im EKG sichtbar; dies ist eine Untersuchung zur Beurteilung der Herzfunktion).
    • wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen einnehmen oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme von dem Arzneimittel ist erforderlich:
    • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
      • Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren das Arzneimittel verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der das Arzneimittel einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Citalopram in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
    • Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression:
      • Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
      • Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
        • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen, oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
        • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
      • Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
      • Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, dies hier zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert, oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen
    • Akathisie/psychomotorische Unruhe:
      • Die Anwendung von Citalopram wurde mit der Entwicklung von Akathisien in Verbindung gebracht, die charakterisiert sind durch eine subjektiv unangenehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit sich zu bewegen, oft zusammen mit einer Unfähigkeit still zu sitzen oder still zu stehen. Dies tritt am ehesten während der ersten Behandlungswochen auf. Für Patienten, bei denen solche Symptome auftreten, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein.
    • Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung:
      • Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird. Das Risiko von Absetzsymptomen kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein, einschließlich der Behandlungsdauer, der Dosis und der Geschwindigkeit der Dosisverringerung. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 - 3 Monate oder länger). Es wird daher empfohlen bei einer Beendigung der Behandlung mit dem Arzneimittel die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten schrittweise zu reduzieren, entsprechend den Bedürfnissen des Patienten.
    • Informieren Sie Ihren Arzt:
      • wenn Sie an einem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden, da Ihr Arzt dann gegebenenfalls die Dosierung von Insulin oder anderen blutzuckersenkenden Mitteln neu einstellen muss.
      • wenn Sie Krampfanfälle erleiden, da in einem solchen Fall die Behandlung mit Citalopram unverzüglich beendet werden muss. das Arzneimittel darf bei Patienten mit unzureichend eingestelltem Krampfleiden (instabiler Epilepsie) nicht angewendet werden. Bei stabil eingestellter Epilepsie müssen die Patienten engmaschig überwacht werden. Die Behandlung mit dem Arzneimittel muss abgebrochen werden, wenn es zu einer Zunahme der Anfallshäufigkeit kommt.
      • wenn Sie mit einer Elektrokrampf-Therapie behandelt werden. Es ist besondere Vorsicht geboten, da es nur wenige klinische Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung von Citalopram gibt.
      • wenn Sie in der Vorgeschichte bereits manische Episoden (überaktives Verhalten und überaktive Gedanken) erlitten haben, da das Arzneimittel in diesem Fall vorsichtig angewendet werden muss. Die Behandlung muss grundsätzlich bei Patienten abgesetzt werden, die in eine manische Episode eintreten.
      • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit Blutgerinnungsstörungen aufgetreten sind oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Blutgerinnung beeinflussen oder die Blutungsneigung erhöhen, da auch die Anwendung von Citalopram das Blutungsrisiko erhöhen kann.
      • wenn Sie bei sich eine Kombination von Beschwerden wie ausgeprägten Erregungszuständen, Zittern, Muskelzuckungen und Fieber bemerken, da es sich hierbei um frühe Anzeichen eines so genannten Serotonin-Syndroms handeln kann. Dieses Beschwerdebild wurde in seltenen Fällen bei Patienten beobachtet, die mit Antidepressiva vom SSRI-Typ behandelt wurden. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt darüber, da die Behandlung mit dem Arzneimittel umgehend beendet werden muss.
      • wenn Sie an einer bestimmten geistig-seelischen Erkrankung (Psychose) mit depressiven Phasen leiden, da die wahnhaften (psychotischen) Symptome unter Umständen zunehmen können.
      • wenn Sie an einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion leiden (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min). Citalopram sollte dann nicht angewendet werden, da keine Informationen bezüglich der Behandlung von Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion zur Verfügung stehen.
      • wenn Sie an einer Einschränkung der Leberfunktion leiden. Eine Absenkung der Dosierung ist zu empfehlen. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt, der zugleich eine sorgfältige Überwachung Ihrer Leberfunktion durchführen muss.
      • wenn Sie pflanzliche Arzneimittel einnehmen, die Johanniskraut enthalten, da es bei Patienten, die gleichzeitig Citalopram einnehmen, häufiger zu Nebenwirkungen kommen kann. Eine kombinierte Anwendung sollte daher vermieden werden.
      • wenn Sie an Störungen der Herzfunktion leiden oder gelitten haben oder vor Kurzem einen Herzanfall hatten.
      • wenn Sie einen niedrigen Ruhepuls haben und/oder Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Salzverlust infolge von länger andauerndem, starkem Durchfall und Erbrechen oder infolge der Einnahme von Diuretika (Entwässerungstabletten) leiden könnten.
      • bei schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindelgefühl beim Aufstehen, was auf eine gestörte Herzschlagfrequenz hindeuten kann.
    • Zu Beginn der Behandlung kann es zu Schlaflosigkeit und schweren Erregungszuständen kommen. Der Arzt muss Ihre Dosierung gegebenenfalls entsprechend anpassen.
    • Citalopram sollte nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln eingenommen werden, die Sumatriptan oder andere Triptane (Wirkstoffe zur Behandlung der Migräne), Tramadol (ein Arzneimittel zur Behandlung starker Schmerzen), Oxitriptan oder Tryptophan (Serotonin-Vorstufen) enthalten.
      Es wurde in seltenen Fällen und überwiegend bei älteren Patienten über Hyponatriämie (niedrige Natriumspiegel im Blut) und eine gestörte Freisetzung des so genannten antidiuretischen Hormons (eines Hormons, das den Wasserhaushalt im Körper steuert) berichtet. Diese Störungen bilden sich im Allgemeinen nach dem Absetzen der Behandlung mit Citalopram wieder zurück.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Arzneimittel kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und/oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Wie bei allen Arzneimitteln, die auf das seelische Befinden einwirken, können die Urteilsfähigkeit und die Reaktionsfähigkeit in Situationen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern, beeinträchtigt sein. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Citalopram bei Ihnen wirkt. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich in dieser Hinsicht unsicher fühlen.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungsfähigkeit:
    • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Schwangerschaft:
      • Es gibt nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Citalopram während der Schwangerschaft. Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, es sei denn, dass Ihr Arzt dies für zwingend notwendig hält.
      • Sie sollten eine Behandlung mit dem Arzneimittel nicht abrupt beenden. Arzneimittel wie dieses können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt. Außerdem können folgende weitere Beschwerden auftreten: Schlafstörungen, Schwierigkeiten beim Trinken, wechselnde Körpertemperatur, Krankheitsgefühl, ständiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Teilnahmslosigkeit/Schläfrigkeit, Muskelzittern, ängstliches/nervöses Zittern, oder Krampfanfälle. Sollte bei Ihrem Baby irgendeines dieser Symptome auftreten, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, der Sie weiter beraten wird.
    • Stillzeit:
      • Citalopram tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Es besteht ein Risiko für Auswirkungen auf den Säugling. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, bevor Sie während der Einnahme von dem Arzneimittel mit dem Stillen beginnen.
    • Zeugungsfähigkeit:
      • In Studien an Tieren reduzierte Citalopram die Qualität der Spermien. Theoretisch könnte dies die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen, jedoch wurde bislang kein Einfluss auf die Fruchtbarkeit beim Menschen beobachtet.
Dosierung

Dosierung von Citalopram AL 10mg Filmtabletten

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Abhängig davon, welcher Art und wie schwer ausgeprägt Ihre Erkrankung ist und wie Sie persönlich auf die Behandlung mit dem Arzneimittel ansprechen, wird Ihr Arzt die für Sie erforderliche Dosierung festlegen und darüber entscheiden, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen müssen.
    • Erwachsene:
      • Depressionen:
        • Die übliche Dosis beträgt 2 Tabletten (20 mg) pro Tag. Diese Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 4 Tabletten (40 mg) pro Tag erhöht werden.
      • Panikstörungen:
        • Die Anfangsdosis beträgt in der ersten Woche 1 Tablette (10 mg) pro Tag, bevor die Dosis auf 2 - 3 Tabletten (20 - 30 mg) pro Tag erhöht wird. Diese Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 4 Tabletten (40 mg) pro Tag erhöht werden.
    • Ältere Patienten (über 65 Jahre):
      • Die Anfangsdosis sollte auf die Hälfte der empfohlenen Dosis gesenkt werden, z. B. 1 - 2 Tabletten (10 - 20 mg) pro Tag. Ältere Patienten sollten üblicherweise nicht mehr als 2 Tabletten (20 mg) pro Tag einnehmen.
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
      • Patienten mit Leberfunktionsstörungen sollten nicht mehr als 2 Tabletten (20 mg) pro Tag einnehmen.
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
      • Wenn Sie an einer leichten bis mäßigen Einschränkung der Nierenfunktion leiden, können Sie die normale Erwachsenendosis einnehmen. Bei Bestehen einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion wird die Anwendung von Citalopram nicht empfohlen, da keine Informationen über die Anwendung bei diesen Patienten zur Verfügung stehen.
    • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
      • Citalopram sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • hr Arzt wird die bei Ihnen erforderliche Behandlungsdauer festlegen.
    • Zu Beginn der Behandlung ist für mindestens zwei Wochen noch nicht mit einer Besserung der depressiven Symptome zu rechnen. Nach dem Rückgang der depressiven Symptome sollte die Behandlung mindestens über einen Zeitraum von weiteren 4 - 6 Monaten fortgesetzt werden. Am Ende der Behandlung sollte das Arzneimittel schrittweise abgesetzt werden. Es wird empfohlen, die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen hinweg abzusetzen.
    • Bei der Behandlung einer Panikstörung dauert es im Allgemeinen 2 bis 4 Wochen, bis eine Besserung festgestellt werden kann. Bei einigen Patienten mit Panikstörungen treten zu Behandlungsbeginn verstärkte Angstsymptome auf. Diese Symptome verschwinden jedoch meistens nach 14-tägiger Behandlung von selbst. Zur Verringerung dieser paradoxen Angstsymptome wird eine niedrige Anfangsdosis von 10 mg Citalopram in der 1. Behandlungswoche empfohlen.
    • Bei der Behandlung von Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie wird das Wirkungsmaximum nach ungefähr dreimonatiger Behandlung erreicht.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von dem Arzneimittel zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge von dem Arzneimittel eingenommen haben, als Sie sollten:
    • Bei dem Verdacht auf eine Überdosierung muss unverzüglich ein Arzt verständigt oder sofort das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden.
    • Abhängig von der eingenommenen Menge können Überdosierungen von Citalopram zu Symptomen wie Müdigkeit, Koma, Stupor, Krampfanfällen, beschleunigtem Puls, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Blaufärbung der Lippen und der Haut, Hyperventilation (beschleunigter und vertiefter Atmung) und in seltenen Fällen zu EKG-Veränderungen und einem Serotonin-Syndrom führen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel vergessen haben:
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie mit der Einnahme von dem Arzneimittel gemäß der Verordnung Ihres Arztes fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von dem Arzneimittel abbrechen:
    • Sprechen Sie in jedem Fall zuerst mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit dem Arzneimittel aus eigenem Antrieb oder vorzeitig (z. B. weil Sie das Arzneimittel nicht vertragen) beenden wollen.
    • Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit dem Arzneimittel:
      • Ein plötzliches Absetzen der Behandlung sollte vermieden werden. Bei Beendigung einer Behandlung mit dem Arzneimittel sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Wochen reduziert werden, um das Risiko von Absetzreaktionen zu verringern. Wenn nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten zu reduzieren.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
    • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
      • Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
      • Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
      • Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
      • Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
      • Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten
    • Psyche:
      • Sehr häufig: Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Erregungszustände, Nervosität.
      • Häufig: Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, verändertes Träumen, Gedächtnisstörungen, Angstzustände, verminderte Libido, gesteigerter Appetit, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Verwirrtheit.
      • Gelegentlich: Euphorie, gesteigerte Libido.
      • Sehr selten: Halluzinationen, krankhafte Hochstimmung (Manie), Entfremdungserlebnisse (Depersonalisation), Panikattacken (derartige Symptome können auch durch die Grunderkrankung bedingt sein).
      • Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
    • Nervensystem:
      • Sehr häufig: Kopfschmerzen, Zittern, Schwindel.
      • Häufig: Migräne, Empfindungsstörungen.
      • Gelegentlich: Störungen der Bewegungsabläufe (extrapyramidale Störungen), Krampfanfälle.
      • Selten: psychomotorische Unruhe/Akathisie (Unfähigkeit zum ruhigen Sitzenbleiben).
    • Herz und Kreislauf:
      • Sehr häufig: Herzklopfen (Palpitationen).
      • Häufig: beschleunigter Puls, niedriger Blutdruck (Hypotonie) und Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), erhöhter Blutdruck (Hypertonie).
      • Gelegentlich: verlangsamter Puls.
      • Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen, dürfen Sie das Arzneimittel nicht weiter einnehmen. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf:
        • schneller, unregelmäßiger Herzschlag, Ohnmacht. Dies können Symptome für eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung sein, die Torsade de Pointes genannt wird.
    • Gastrointestinaltrakt (Magen und Darm):
      • Sehr häufig: Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall.
      • Häufig: Verdauungsstörungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, vermehrter Speichelfluss.
    • Niere und Harnwege:
      • Häufig: Störungen beim Wasserlassen, vermehrtes Wasserlassen.
      • Selten: Es wurde in seltenen Fällen (überwiegend bei älteren Patienten) über niedrige Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) und eine als SIADH (Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons) bezeichnete Erkrankung berichtet, die sich in der Regel nach dem Absetzen der Behandlung wieder zurückbildeten.
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
      • Häufig: Gewichtsverlust oder -zunahme.
    • Leber und Gallenwege:
      • Gelegentlich: Anstieg der Leberenzyme.
    • Atemwege:
      • Häufig: Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung.
      • Gelegentlich: Husten.
    • Störungen der Geschlechtsorgane/sexuelle Störungen:
      • Häufig: Ejakulationsstörungen, weibliche Orgasmusstörungen, Menstruationsstörungen, Impotenz.
      • Sehr selten: anormale Milchabsonderung aus der Brust (Galaktorrhö).
    • Haut:
      • Sehr häufig: vermehrtes Schwitzen.
      • Häufig: Hautausschlag, Juckreiz.
      • Gelegentlich: Überempfindlichkeit gegen Licht.
      • Sehr selten: Angioödem, das sich in Form einer plötzlichen Schwellung der Haut und Schleimhäute aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen (z. B. im Bereich von Hals und Zunge), Atemproblemen und/oder Juckreiz und Hautausschlag äußert.
    • Sinnesorgane:
      • Sehr häufig: Probleme bei der Naheinstellung des Auges (Akkommodationsstörungen).
      • Häufig: Sehstörungen, Geschmacksstörungen.
      • Gelegentlich: Ohrgeräusche (Tinnitus).
    • Muskeln, Knochen und Gelenke:
      • Gelegentlich: Muskelschmerzen.
      • Sehr selten: Gelenkschmerzen.
      • Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, beobachtet.
    • Allgemeine Erkrankungen:
      • Sehr häufig: Schwäche.
      • Häufig: Müdigkeit, Gähnen.
      • Gelegentlich: allergische Reaktionen, Ohnmachtsanfälle, Unwohlsein.
      • Selten: Blutungen (gynäkologische und Magen-Darm-Blutungen, ausgedehnte oberflächliche Hautblutungen (Ekchymosen) und andere Blutungen der Haut und der Schleimhäute), Serotonin-Syndrom.
      • Sehr selten: anaphylaktische Reaktionen (schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die zu einem Schock, d. h. einem starken Blutdruckabfall mit Blässe, Unruhe, flachem und beschleunigtem Puls, kaltschweißiger Haut und Bewusstseinstrübung führen können, der durch eine plötzliche Erweiterung der Blutgefäße verursacht wird).
    • Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung:
      • Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwitzen, Durchfall, Herzklopfen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Sehstörungen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer und gehen von selbst zurück, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein und länger bestehen bleiben. Es wird daher geraten, wenn eine Behandlung mit dem Arzneimittel nicht mehr erforderlich ist, die Dosis schrittweise zu reduzieren.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht hier angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Citalopram AL 10mg Filmtabletten darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Amantadin
  • Amiodaron
  • Amisulprid
  • Amitriptylin
  • Amitriptylin oxid
  • Artemether
  • Artenimol
  • Budipin
  • Chlorprothixen
  • Diphenhydramin
  • Domperidon
  • Dronedaron
  • Droperidol
  • Erythromycin
  • Escitalopram
  • Linezolid
  • Mizolastin
  • Moclobemid
  • Moxifloxacin
  • Selegilin
  • Thioridazin
  • Tranylcypromin
  • Wirkstoffe, die die Erregungsleitung am Herzen beeinflussen (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG) und dadurch das Risiko für eine bestimmte Form der Herzrhythmusstörung (Torsade de Pointes) steigern wie z.B. Amiodaron, Chinidin oder Citalopram

Es besteht ein großes Risiko für eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen "Citalopram AL 10mg Filmtabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Citalopram AL 10mg Filmtabletten" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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