Beipackzettel


BARAZAN Filmtabletten

Präparat:
BARAZAN Filmtabletten
PZN:
2721413
Packungsgröße:
20 Stück (N2)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Filmtabletten

Anbieter:

Teofarma s.r.l.
Valle Salimbene
Italien

Aktiver Wirkstoff:

  • Norfloxacin (400 mg pro 1 Tablette)

Sonstige Bestandteile:

  • Croscarmellose natrium
  • Magnesium stearat
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Hypromellose
  • Hyprolose

Weitere Bestandteile

  • Carnaubawachs
  • Titandioxid

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "BARAZAN Filmtabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

Alle Informationen aufklappen
Wirkung

Wirkungsweise

Wirkungsweise beschreibt den Wirkungsmechanismus/die Wirkungsmechanismen des/der im Fertigarzneimittel enthaltenen Wirkstoffes/Wirkstoffe.
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der Bakterienzelle zusammen und sie stirbt.
Anwendung

Anwendungsgebiete von BARAZAN Filmtabletten

- Bakterieninfektionen, wie:
  - Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
    - Harnblasenentzündung
  - Bakterieninfektion der Niere
  - Prostataentzündung, vor allem, wenn sie chronisch ist
  - Gonorrhoe (Tripper)
  - Bakterien-Enteritis (durch Bakterien hervorgerufene Entzündung des Darms mit Durchfall)
- Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege
Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Gegenanzeigen

Gegenanzeigen von BARAZAN Filmtabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Epilepsie
- Neigung zu Krampfanfällen
- Hirnerkrankungen, wie:
  - Durchblutungsstörung der Hirngefäße
  - Schlaganfall in der Vorgeschichte
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase-Mangel (spezielle vererbte Stoffwechselstörung)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von BARAZAN Filmtabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
  - Übelkeit
  - Erbrechen
  - Sodbrennen
  - Durchfälle
  - Bauchschmerzen
  - Appetitlosigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Schlaflosigkeit
- Benommenheit
- Orientierungslosigkeit
- Delirium (Verwirrtheit)
- Halluzinationen
- Nervosität
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Stimmungsschwankungen, wie:
  - Depressionen
  - Euphorie
- Nervenschädigungen
- Missempfindungen, wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit
- Krampfanfälle
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Sehstörungen
- Tränendes Auge
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
  - Hautausschlag, schwerer, wie:
    - Nesselausschlag
    - Syndrom der ""verbrühten Haut"" (Lyell-Syndrom)
    - Erythema exsudativum multiforme (charakteristischer Hautausschlag, meist als Unverträglichkeitsreaktion, häufig mit Schleimhautbefall, Blasenbildung und schmerzhaften offenen Stellen)
  - Juckreiz
  - Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Herzklopfen
- Anstieg der Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff)
- Anstieg der Leberwerte
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Veränderung des Blutbildes, wie:
  - Veränderung der roten Blutkörperchen
  - Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
  - Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
  - Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
  - Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  - Anämie (Blutarmut)
  - Blutgerinnungsstörung
- Sehnenentzündung, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Sehnenscheidenentzündung
- Sehnenrisse, betroffen ist vor allem die Achillessehne
- Gelenkentzündungen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Infektionen mit anderen Bakterien oder mit Hefepilzen, wie:
  - Infektionen der Scheide

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise zu BARAZAN Filmtabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Wechselwirkungen, Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
- Kaffee, Cola-Getränke, Mate-Tee sowie grüner und schwarzer Tee sollen während der Behandlung mit dem Medikament vermieden werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Zum Wechselwirkungs-Check »
 

Wechselwirkungen zwischen "BARAZAN Filmtabletten" und Lebens-/Genussmitteln

Bitte halten Sie einen zeitlichen Abstand zwischen dem Genuss von calciumhaltigen Nahrungsmitteln (zum Beispiel Milch, Joghurt, Quark, Käse, calciumhaltige Mineralwasser) und der Einnahme des Arzneimittels ein. Nehmen Sie das Arzneimittel mit Leitungswasser ein. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Gebrauchsinformation und wenden sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie hierzu Fragen haben.

Bitte vermeiden Sie den Genuss coffeinhaltiger Lebensmittel wie beispielsweise Cola-Getränke, Kaffee, grünem oder schwarzem Tee, Mate-Tee oder Kakao, solange Sie ~drechtes AM~d einnehmen.
Dosierung und Anwendungshinweise

Dosierung von BARAZAN Filmtabletten

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:

  • Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 1 Tablette / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit

Bei Gonorrhoe (einmalige Gabe):

  • Erwachsene
    • Einzel-/Gesamtdosis: 2 Tabletten / 2 Tabletten
    • Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit

Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Anwendungshinweise

Beschreibt die korrekte Anwendung des Arzneimittels und wie lange das Arzneimittel angewendet werden sollte/darf.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Behandlungsdauer: bei Harnblasenentzündung 3 Tage, bei Infektionen der Harnwege oder der Niere 7-10 Tage, bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen bis zu 12 Wochen, bei Bakterien-Enteritis 5 Tage, bei Prostataentzündungen 4 Wochen, bei Gonorrhoe einmalige Gabe.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Hautausschlägen, Magenbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Bearbeitungsstand

Bearbeitungsstand

Datum der letzten Aktualisierung
22.07.2016
Alle Informationen zuklappen

Meine Medikamente

Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:  Informationsgrundlage ist das Datenangebot von ABDATA Pharma-Daten-Service


Haben Sie Schlafprobleme?
Ergebnis