Beipackzettel

AZUR

Präparat: AZUR
PZN: 1384681
Packungsgröße: 20 Stück (N2)
Abgabeform: Apothekenpflichtig
Darreichungsform (Teilbarkeit): Tabletten (halbierbar)

Anbieter:
Aristo Pharma GmbH
Wallenroder Str. 8-10
Berlin 13435
Tel.: 030 71094-4200
Fax: 030 71094-4250
Email: info@aristo-pharma.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Coffein (50 mg pro Stück)
  • Paracetamol (450 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Copovidon
  • Crospovidon
  • Magnesium stearat
  • Silicium dioxid, hochdispers

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "AZUR" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von AZUR

  • Das Präparat ist eine Kombination aus Paracetamol, einem schmerzstillenden, fiebersenkenden Arzneimittel (Analgetika und Antipyretika), und Coffein.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen).
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von AZUR

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Paracetamol, Coffein oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparates sind,
    • wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden,
    • von Kindern unter 12 Jahren.

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist in folgenden Fällen erforderlich:
    • Nehmen Sie das Präparat erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein
      • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind,
      • wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom),
      • bei vorgeschädigter Niere,
      • bei Schilddrüsenüberfunktion,
      • bei Herzrhythmusstörungen,
      • bei Angststörungen.
    • Wenn sich Ihre Symptome veschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung ein-tritt oder bei hohem Fieber, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
    • Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.
    • Bei längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
    • Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
    • Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
    • Das Arzneimittel nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen anwenden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
    • Das Präparat hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft
    • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
    • Das Arzneimittel sollte nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses während der Schwangerschaft eingenommen werden.
    • Sie sollten das Präparat während der Schwangerschaft nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
  • Stillzeit
    • Paracetamol und Coffein, die Wirkstoffe des Arzneimittels, gehen in die Muttermilch über. Während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings durch in der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden. Nachteilige Folgen für den Säugling durch Paracetamol sind bisher nicht bekannt geworden. Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
    • Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollten Sie abstillen.
Dosierung

Dosierung von AZUR

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
  • Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Bei kurzfristiger Anwendung ohne ärztliche oder zahnärztliche Überwachung
    • Ab 43 kg
    • Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
      • Einzeldosis in Anzahl der Tabletten: 1 Tablette (450 mg Paracetamol und 50 mg Coffein)
      • max. Tagesdosis in Anzahl der Tabletten: 4 Tabletten (entsprechend 1800 mg Paracetamol und 200 mg Coffein)
  • Bei Anwendung unter ärztlicher oder zahnärztlicher Überwachung
    • Ab 43 kg
    • Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
      • Einzeldosis in Anzahl der Tabletten: 2 Tabletten (900 mg Paracetamol und 100 mg Coffein)
      • max. Tagesdosis in Anzahl der Tabletten: 8 Tabletten (entsprechend 3600 mg Paracetamol und 400 mg Coffein)
  • Besondere Patientengruppen
    • Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion
      • Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
    • Schwere Niereninsuffizienz
      • Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
    • Ältere Patienten
      • Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.
    • Kinder unter 12 Jahren
      • Für eine Anwendung des Arzneimittels bei Kindern unter 12 Jahren liegt nicht genügend Erkenntnismaterial vor.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Nehmen Sie das Präparat ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • In der Regel treten Nebenwirkungen einer Paracetamolüberdosierung erst bei Überschreiten einer maximalen Tagesgesamtdosis von 4 g bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren auf. Dabei können innerhalb von 24 Stunden Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen auftreten. Es kann darüber hinaus zu schweren Leberschäden kommen.
    • Bei einer Überdosierung mit Coffein können zentralnervöse Symptome (z. B. Unruhe, Erregung, Zittern) und Herzkreislaufreaktionen (z. B. Herzrasen, Schmerzen in der Herzgegend) verursacht werden.
    • Bei Einnahme zu großer Mengen des Arzneimittels ist sofort ein Arzt zu Rate zu ziehen, der entsprechende Maßnahmen ergreift.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Wenn sie überempfindlich gegen "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil in AZUR reagieren, kann es zu einer Reaktion an der Haut oder den Atemwegen kommen. Wenden sie sich in diesem Fall an ihren Arzt.

Diese Nebenwirkungen treten selten auf (bei 1 bis 10 von 10.000 Anwendern)

  • erhöhte Leberenzyme im Blut (Transaminasen)
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
  • Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozyten)

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern)

  • Verminderung aller Blutzellen (weiße und rote Blutkörperchen, Blutplättchen)
  • starke Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Verengung der Atemwege mit Atemnot
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Magenbeschwerden
  • beschleunigter Herzschlag

Überempfindlichkeitsreaktionen:

  • Quincke-Ödem (plötzlich auftretende Schwellung von Haut und Schleimhaut, allergisch oder erblich bedingt, bei Befall des Gesichtes und der Mundschleimhaut besteht Gefahr der Atemnot und des Erstickens)
  • Hautrötung
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Schweißausbruch
  • Übelkeit
  • Blutdruckabfall
  • Schock (akutes lebensbedrohliches Kreislaufversagen)
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "AZUR" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "AZUR" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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