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Mandelentzündung:
Diagnose

Die gründliche Untersuchung von Mund, Rachen, Nase und Ohren hilft dem Arzt, die Diagnose zu sichern


Was steckt genau hinter den Beschwerden? Das sollte der Arzt klären

Um festzustellen, ob eine Mandelentzündung gleich welcher Art vorliegt, untersucht der HNO-Arzt die Mundhöhle, den Rachen, den Zungengrund, den Kehlkopf und den Nasen-Rachen mit speziellen Winkel-Endoskopen. Das sind sozusagen Lupen-Fernrohre. Mit ihnen kann der Arzt in bestimmten Winkeln (90°, 70°, 30°) quasi um die Ecke sehen.

Weil die Halsschmerzen oft ins Ohr ausstrahlen, untersucht der Arzt außerdem die Ohren mittels Ohr-Mikroskopie. Anhand des Trommelfellbefundes kann er erkennen, ob es zusätzlich zu einer Mittelohrentzündung gekommen ist.

Folgende Untersuchungen sind in besonderen Fällen sinnvoll:


Ultraschalluntersuchung: Eine Ultraschall-Untersuchung der Nasennebenhöhlen sollte bei einer Seitenstrang-Angina erfolgen.

Eine Gewebeprobe entnimmt der HNO-Arzt nur bei einer einseitigen Entzündung der Gaumenmandel (Angina Plaut-Vincent), wenn diese nach acht bis zehn Tagen nicht abgeheilt ist. So lässt sich eine bösartige Erkrankung der Mandel (Tonsillen-Karzinom), die Geschlechtserkrankung Lues und eine HIV-Infektion (Kaposi-Syndrom) rechtzeitig erkennen.

Blutuntersuchungen im Labor sind sinnvoll, wenn es sich um eine Monozyten-Angina im Rahmen einer infektiösen Mononukleose handelt – oder um eine chronische Tonsillitis, bei der Folgekrankheiten  vermutet werden oder schon eingetreten sind. Das Labor bestimmt die Art des Erregers und untersucht, ob der Spiegel an Bakteriengiftstoffen im Blut erhöht oder bei Verlaufsuntersuchungen stark angestiegen ist. Hinweise auf Entzündungen ergeben sich durch die Blutsenkungsgeschwindigkeit sowie das Bestimmen von Anzahl und Typen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), der Immun-Parameter und eines speziellen Eiweißes (C-reaktives Protein = CRP). Bei Verdacht auf eine Monozyten-Angina mit infektiöser Mononukleose sollten auch die Leberwerte überprüft werden. Werden Folgekrankheiten einer chronischen Tonsillitis vermutet, sollten die Nierenwerte ermittelt werden und andere spezifische Blutuntersuchungen erfolgen.



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www.apotheken-umschau.de; 24.08.2007, aktualisiert am 06.12.2011
Bildnachweis: Image Source/ RYF

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