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Magersucht (Anorexie):
Wissenswert

Können Eltern einer Magersucht vorbeugen? Was senkt das Risiko für eine Essstörung? Was Angehörige tun können


Gemeinsam an einem Tisch: Viele Kinder übernehmen Essgewohnheiten von Eltern und Geschwistern

Viele Mädchen sind unzufrieden mit ihrem Aussehen, finden sich zu dick, möchten gerne abnehmen. Dass sich Teenager mit ihrem Gewicht beschäftigen, ist in westlichen Gesellschaften keineswegs die Ausnahme. Sind Kinder ein wenig pummelig, freuen sich ihre Eltern oft sogar, wenn die Sprösslinge plötzlich von sich aus versuchen abzunehmen. Dabei begeben sie sich jedoch auf eine gefährliche Gratwanderung. Je kontrollierter und verkrampfter der Umgang mit Nahrung und Gewicht wird, desto eher droht der Absturz in eine Essstörung. Diäten gelten als "Einstiegsdroge" schlechthin. Eltern sollte diese Gefahr auf keinen Fall unterschätzen.

Wenn Kinder tatsächlich abnehmen müssen, weil sie überprüfbar übergewichtig sind, so sollte das nur in Rücksprache mit dem Arzt geschehen. Ausgewogene, gesunde, regelmäßige Mahlzeiten im Kreis der Familie, dazu viel Bewegung sind meistens die besten Strategien. Diäten helfen allenfalls kurzfristig und erhöhen enorm das Risiko einer Essstörung. Eltern sollten ihre Kinder nicht unter Druck setzen und erste mögliche Anzeichen einer Magersucht unbedingt ernst nehmen (siehe Kapitel "Symptome"), gezielt versuchen, gegenzusteuern. Oft bleibt eine Magersucht zu lange unbemerkt.


Die Themen Figur, Aussehen, Gewicht, Ernährung sind heute allgegenwärtig. Eltern sollten ganz bewusst andere Schwerpunkte setzen und Äußerlichkeiten nicht so viel Bedeutung beimessen. Statt den Nachwuchs immer wieder für echte oder vermeintliche Fettröllchen zu kritisieren oder gar zum Abnehmen zu animieren, können sie Talente und Stärken der Kinder betonen und fördern. Sie sollten wissen, dass sie nicht perfekt sein müssen, um geliebt zu werden. Es kann auch hilfreich sein, vermeintliche Schönheitsideale gemeinsam zu hinterfragen.

Die Krankheit Magersucht bedeutet für die Angehörigen oft eine große Herausforderung, erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen. Unterstützung erhalten sie zum Beispiel bei Selbsthilfegruppen. Angehörige sollten sich auch nicht scheuen, im Zweifel frühzeitig den Arzt zu fragen oder Beratungsangebote zu nutzen.

Adressen von Online-Beratungs-Angeboten sowie eine Übersicht der Adressen Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken in Deutschland finden sich zum Beispiel über die Links am unteren Seitenrand.



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Mehr Informationen gibt es zum Beispiel auf diesen externen Seiten:

(www.apotheken-umschau.de ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten)

Adressen Kinder- und Jugendpsychiatrischer Kliniken in Deutschland:

(www.apotheken-umschau.de ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten)

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 17.04.2012
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Bananastock LTD

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