Verschiedene genetische Anlagen scheinen dazu beizutragen, das Risiko für eine Magersucht zu erhöhen. Im Bild: ein Modell der menschlichen Erbsubstanz
Dieses Kapitel behandelt anlagebedingte und biologische Faktoren als mögliche Ursachen der Magersucht. Mehr zu weiteren Auslösern lesen Sie in den Kapiteln "Ursachen (1) – Gesellschaftliche Faktoren" und "Ursachen (2) – Psychologische Faktoren".
Anlagebedingte Faktoren
Anhand von Untersuchungen in Familien Betroffener und in Zwillingsstudien konnte gezeigt werden, dass Verwandte von Betroffenen mit Magersucht ein deutlich erhöhtes Risiko haben, ebenfalls eine Magersucht zu entwickeln. Dieses Risiko steigt mit engerem Verwandtschaftsgrad. Man nimmt heute an, dass verschiedene Gene (Träger der Erbsubstanz) zusammen zu diesem Risiko beitragen.
Biologische Faktoren
Verschiedene Botenstoffe und Hormone, die auf das Esszentrum im Gehirn wirken, sind wahrscheinlich bei der Entstehung, sicher aber bei der Aufrechterhaltung der Magersucht von Bedeutung. Einer dieser Botenstoffe ist das Serotonin. Dieser Neurotransmitter wird in Nervenzellen des Gehirns aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, die mit der Nahrung zugeführt wird. Serotonin hat Einfluss auf das Hunger- und Sättigungsgefühl.
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13.09.2005, aktualisiert am 17.04.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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