Der schlauchförmige Magen liegt zwischen Speiseröhre und Darm. Im Magen beginnt bereits die Verdauung. Dank des Pförtners, eines Muskels am Magenausgang, gelangt die Nahrung nur allmählich in den Darm. Auf diese Weise fungiert der Magen als kurzfristiger Nahrungsspeicher – wenn einmal zuviel gegessen wurde, bewahrt er den im Vergleich zarten Dünndarm vor Überlastung. Auch Keime hindert der Magen daran, in den Darm zu kommen: Der saure Magensaft tötet aufgenommene Bakterien ab und schützt so vor Infektionen.
Eine Magenschleimhautentzündung (Typ-B-Gastritis), die durch das Bakterium „Helicobacter pylori“ verursacht ist, kann mit Medikamenten mittlerweile zuverlässig behandelt werden. Dies ist nicht nur aufgrund der Beschwerden durch die Magenschleimhautentzündung zu empfehlen, sondern auch wegen des erhöhten Magenkrebsrisikos bei Vorliegen einer Magenschleimhautentzündung durch Helicobacter pylori.
Bei Patienten, die an Magenpolypen, chronischer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder dem sogenannten Ménétrier-Syndrom leiden, wird in der Regel vom betreuenden Arzt regelmäßig eine Magenspiegelung durchgeführt.
Aber auch wer keine Magenerkrankung hat, sollte bei wiederholten Beschwerden im oberen Bauchbereich sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Zwar kommt es dort häufig zu Schmerzen und nur sehr selten ist eine Krebserkrankung die Ursache dafür. Wenn jedoch tatsächlich Magenkrebs vorliegt, kann die Erkrankung durch einen rechtzeitigen Arztbesuch und eine Magenspiegelung schon in einem frühen Stadium diagnostiziert werden – das wiederum verbessert die Heilungschancen erheblich.
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13.09.2005, aktualisiert am 04.10.2011
Bildnachweis: W&B/Ulrike Möhle
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