Bei Verdacht auf eine chronische Magenschleimhautentzündung – die Symptome sind häufig nicht eindeutig – sollte eine Magenspiegelung (endoskopische Untersuchung) vorgenommen werden. Besteht eine sogenannte atrophische Gastritis, also eine Situation, in der die Schleimhaut umgebaut wird und sich teilweise zurückbildet, und wird gleichzeitig der Magenkeim Helicobacter pylori nachgewiesen, so muss dieser Helicobacter behandelt werden (Ausmerzung, medizinisch Eradikation). Liegt eine atrophische Gastritis aufgrund einer sogenannten „autoimmunen Erkrankung“ als Störung im Immunsystem vor, so gibt es keine spezifische Behandlung. Allerdings muss hier eine regelmäßige endoskopische Kontrolle auf dem Wege der Magenspiegelung erfolgen, um frühe Veränderungen, die zu einem Magenkrebs (Karzinom) führen können, auch früh zu entdecken.
Prof. Dr. med. Tilman Sauerbruch,
Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik
I, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
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24.09.2007, aktualisiert am 14.06.2011
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