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Experten-Sprechstunde
Magenschleimhautentzündung

Ich habe eine chronische Magenschleimhautentzündung. Der Arzt sagt, sie sei sogar “atrophisch”. Was bedeutet das? Worauf muss ich achten? Ich habe gehört, dass hier die Testung/Behandlung im Hinblick auf einen speziellen Magenkeim wichtig sei.


Magenspiegelung (schematisch)

Bei Verdacht auf eine chronische Magenschleimhautentzündung – die Symptome sind häufig nicht eindeutig – sollte eine Magenspiegelung (endoskopische Untersuchung) vorgenommen werden. Besteht eine sogenannte atrophische Gastritis, also eine Situation, in der die Schleimhaut umgebaut wird und sich teilweise zurückbildet, und wird gleichzeitig der Magenkeim Helicobacter pylori nachgewiesen, so muss dieser Helicobacter behandelt werden (Ausmerzung, medizinisch Eradikation). Liegt eine atrophische Gastritis aufgrund einer sogenannten „autoimmunen Erkrankung“ als Störung im Immunsystem vor, so gibt es keine spezifische Behandlung. Allerdings muss hier eine regelmäßige endoskopische Kontrolle auf dem Wege der Magenspiegelung erfolgen, um frühe Veränderungen, die zu einem Magenkrebs (Karzinom) führen können, auch früh zu entdecken.

 

 

 

Prof. Dr. med. Tilman Sauerbruch,
 Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik 
I, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im
persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie.
Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/GesundheitPro; 24.09.2007, aktualisiert am 14.06.2011
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr

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