Der Magen – unser Verdauungsorgan

Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit und Völlegefühl – unser Verdauungsorgan ist empfindlich und kann heftige Probleme verursachen. Erfahren Sie alles über Aufbau, Krankheiten und Behandlung des Magens

14.06.2011

Magenaufbau: Die glatte Muskulatur des Pförtners reguliert den Transport des Speisebreis in den Zwölffingerdarm

W&B/Martina Ibelherr

Anatomisch gesehen ist der Magen lediglich ein dehnbarer, elastischer Muskelsack, der an die Speiseröhre anschließt und aus Magenmund (Kardia), Magengrund (Fundus), Magenkörper (Corpus) und Magenausgang (Antrum) besteht. Er mündet in den Zwölffingerdarm (Duodenum), den ersten Abschnitt des Dünndarms.

Klingt unspektakulär, doch seine Leistung ist enorm: Jährlich kneten seine Muskeln bis zu einer Tonne Nahrung zu Brei und befördern sie zum Darm. 35 Millionen Drüsen in seiner Schleimhaut produzieren jeden Tag bis zu drei Liter säurehaltigen Saft, der die Nahrung andaut und Mikroorganismen abtötet.


Angesichts dieses Arbeitspensums ist es kein Wunder, dass der Magen auf zusätzliche Belastungen, wie Stress, Alkohol, fettes Essen und Rauchen oft gereizt reagiert. Er produziert dann zu viel Säure, seine Muskeln verkrampfen oder machen schlapp. Die Folgen: Sodbrennen, Übelkeit, Magenschmerzen und Völlegefühl. Oft sind die Beschwerden harmlos und gehen schnell vorbei. Sind sie heftig, bestehen sie länger als sieben Tage oder treten sie wiederholt auf, sollte unbedingt ein Arzt die Ursachen abklären.

Mit einer Magenspiegelung (Gastroskopie) lässt sich klären, ob ernste Ursachen wie eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis), ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder schlimmstenfalls Magenkrebs dahinter stecken. Hauptverursacher chronischer Entzündungen der Magenschleimhaut ist das Bakterium Heliobacter pylori. 70 Prozent aller Magengeschwüre und 90 Prozent der Geschwüre des Zwölffingerdarms gehen auf sein Konto.

Tritt Sodbrennen mehrmals die Woche auf, kann eine Refluxkrankheit vorliegen, aus der sich Speiseröhrenkrebs entwickeln kann. Bei einem Reizmagensyndrom (funktionelle Dyspepsie) findet der Arzt trotz Schmerzen, Völlegefühl und Übelkeit keine Ursache. Auslöser ist vermutlich eine veränderte Schmerzwahrnehmung. Betroffene spüren Verdauungsvorgänge viel intensiver als im Normalfall.

Eine gesunde Lebensweise beugt Magenproblemen vor. Diese beinhaltet regelmäßige leichte Bewegung mit Spazierengehen oder Radfahren, eine ausgewogene Ernährung mit viel frischen Obst und Gemüse sowie den Verzicht auf Nikotin und Alkohol.




Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr

Diagnostik

Magenspiegelung (Gastroskopie)

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Eine Magenspiegelung erlaubt es dem Arzt, Speiseröhre, Magen und auch den Zwölffingerdarm von innen zu untersuchen »

Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr

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