Der Penis ist ein sensibles Organ. Die Hauptlast der Erektion tragen zwei zylindrisch geformte Schwellkörper, reich durchsetzt mit Gefäßen. Im Normalzustand ist die Blutzufuhr gedrosselt. Eng um die Gefäße liegende glatte Muskelzellen sind zusammengezogen und lassen nur wenig Blut in das Organ. Sexuelle Erregung öffnet die Pforten, jetzt strömt mehr Blut hinein. Die Schwellkörper füllen sich und drosseln zugleich den Abfluss durch die Venen. Klingt die sexuelle Erregung ab, wird das Ventil an den Arterien verkleinert und an den Venen geöffnet – die Schwellkörper leeren sich wieder.
Ein unerkannter Diabetes, zu hohe Blutfettwerte, Übergewicht und ein mangelhaft eingestellter Bluthochdruck sind nicht nur Risikofaktoren für einen Herzinfarkt, sondern auch für eine erektile Dysfunktion. „Die zwei Millimeter dicken Arterien im Penis verstopfen lange vor den fünf Millimeter dicken Herzkranzgefäßen“, erklärt Christian Leiber.