Beim Veracht auf eine Lungenembolie sollte sofort der Notarzt verständigt werden. Bis zum Eintreffen des Notarztes sollte sich der Patient so wenig wie möglich bewegen. Falls ein Herz-Kreislauf-Stillstand eintritt, muss unverzüglich mit der Wiederbelebung begonnen werden.
Bei Atemnot kann eine Lagerung mit leicht erhöhtem Oberkörper sowie die Gabe von Sauerstoff hilfreich sein. Trifft der Arzt ein, kann er gegebenenfalls die Wiederbelebung fortführen und bei Bedarf den Patienten auch künstlich beatmen. Je nachdem, welche Symptome vorliegen, verabreicht der Arzt dem Betroffenen auch Schmerz-, Beruhigungsmittel oder Medikamente, die den Kreislauf stabilisieren. Er kann zudem bereits mit der Behandlung mit dem Wirkstoff Heparin beginnen. Heparin hemmt die Blutgerinnung. Es wird zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln eingesetzt. Zur weiteren Therapie wird der Betroffene dann ins Krankenhaus transportiert.
Dort kommen je nach Schwere des Krankheitsbildes bei Lungenembolien durch Blutgerinnsel folgende Maßnahmen in Betracht:
Wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen oder versagt haben, kann das Gerinnsel auch mit einer offenen Operation entfernt werden (pulmonale Embolektomie). Dazu ist eine Herz-Lungen-Maschine notwendig.
Um im weiteren Verlauf neue Thrombosen und Lungenembolien zu verhindern, schließt sich an die Akutbehandlung eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten, den sogenannten Cumarinen an. Diese Medikamente müssen in Abhängigkeit von den vorliegenden Risikofaktoren und eventuell der Schwere der Lungenembolie über einen unterschiedlich langen Zeitraum eingenommen werden. Die Regelbehandlungsdauer sind drei bis sechs Monate. Bleibt das Wiederholungsrisiko weiterhin erhöht, müssen auch die Medikamente dauerhaft eingenommen werden. Da unter einer Therapie mit diesen Wirkstoffen vermehrt Blutungen auftreten können, muss die Entscheidung im Einzelfall sorgfältig abgewogen und die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung in regelmäßigen Abständen immer wieder überprüft werden.
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13.09.2005, aktualisiert am 25.05.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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