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Leberzirrhose:
Wissenswertes

Um Leber und Stoffwechsel fit zu halten, müssen Essen und Trinken im Lot sein. Das gilt auch für bereits Erkrankte, die so Komplikationen vorbeugen können

Ein gesund geführtes Leben mit ausgewogener Ernährung und Sport kann zwar leider nicht sicher vor einer Leberzirrhose schützen, aber das Erkrankungsrisiko senken. Alkohol sollte man höchstens in Maßen genießen, je weniger, desto besser. Generell gilt für Männer: am Tag höchstens 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein, das entspricht 24 Gramm reinem Alkohol. Frauen sollten am Tag nicht mehr als 0,4 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein trinken, also maximal 16 Gramm reinen Alkohol. Wer mehr zu sich nimmt, steigert das Risiko, an einer Leberzirrhose zu erkranken um das sechsfache. Leberkranke müssen auf Alkohol verzichten.

Wer erhöhte Leberwerte hat, sollte seinen Arzt darauf hinweisen, insbesondere wenn es um die Verordnung von Medikamenten geht. Wenn möglich, sollten dann Präparate ausgewählt werden, welche die Leber nicht übermäßig belasten.


Bestimmte Personengruppen sind der Gefahr einer Hepatitis-Infektion aufgrund ihres Berufes oder durch Reisen in bestimmte Länder stärker ausgesetzt. So sollten sich beispielsweise Menschen in medizinischen Berufen auf jeden Fall gegen Hepatitis B impfen lassen.

Wer bereits unter einer Fettleber leidet, kann das Risiko einer Leberzirrhose reduzieren, indem er seine Lebensweise ändert, abnimmt, sich gesund ernährt und Sport treibt.

Die richtige Ernährung hilft, Komplikationen zu vermeiden

Wenn sich Teile der Leber bereits in funktionsloses Bindegewebe umgewandelt haben, können die Leberzellen ihrer Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen. Patienten müssen daher darauf achten, sich ausgewogen und keinesfalls einseitig zu ernähren. Dabei sollte das tägliche Essen zur Hälfte aus komplexen Kohlenhydraten (ca. 300 Gramm) bestehen, also viel Getreide und Hülsenfrüchte enthalten.

Da viele Vitamine nicht mehr in der Leber verarbeitet werden, müssen sie vermehrt in der Nahrung vorkommen. Dazu zählen vor allem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie finden sich in Lebensmitteln wie Eiern, Leber, Getreide oder auch Tomaten. Was es bei der Ernährung im individuellen Fall zu beachten gibt, sollte am besten mit dem Arzt besprochen werden.

Um den Organismus zu entlasten, sollte der Stuhlgang durch Ballaststoff-reiche Kost und unter Umständen auch durch nur im Darm wirkende Abführmittel wie Lactulose gefördert werden, dadurch wird der Körper von Stoffen wie zum Beispiel Ammoniak befreit. (Am besten mit dem Arzt absprechen!)

Neben der bewussten Ernährung sollten Leberzirrhose-Patienten sich auch regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen unterziehen, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen. So lässt sich die Bildung von Krampfadern an Magen und Speiseröhre durch regelmäßige Magenspiegelungen verfolgen. Außerdem helfen Ultraschalluntersuchungen alle drei bis sechs Monate, Leberkarzinome (Leberkrebs) frühzeitig zu entdecken. Bei Krebsverdacht ist der Blutwert AFP (alpha-Fetoprotein) ein wichtiger Marker.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 10.10.2011
Bildnachweis: W&B/Szczesny

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