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Leberkrebs:
Diagnose

Bei Verdacht auf Leberkrebs untersucht der Arzt zunächst mittels Ultraschall den Bauchraum und nimmt Blut ab


Die Computertomographie ist bei Krebs eine wichtige Untersuchungsmethode

Besteht der Verdacht auf ein Leberzellkarzinom, tastet der Arzt zunächst den Bauchraum ab und betrachtet die Leber mittels Ultraschall (Sonografie). Die kontrastmittelverstärkte Ultraschalluntersuchung dient als Standardmethode unter den bildgebenden Verfahren, um ein Leberzellkarzinom zu diagnostizieren. Um das Tumorstadium zu bestimmen, kommen – ergänzend zur  Ultraschalluntersuchung – die Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT), auch beides bildgebende Verfahren, zum Einsatz.

Die Bestimmung des Tumormarkers Alpha-Fetoprotein (AFP) im Blut kann die bildgebenden Verfahren ergänzen. Ein konstant erhöhter AFP-Spiegel über 400 ng/ml (Nanogramm/Milliliter) bei Patienten mit Leberzirrhose weist auf das Vorliegen eines Leberzellkarzinoms hin.


Für Menschen, die an einer Leberzirrhose leiden, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Alle sechs bis zwölf Monate sollte die Leber per Ultraschall untersucht und ergänzend der AFP-Wert bestimmt werden.

Eine Gewebeentnahme (Biopsie) wird nur dann durchgeführt wenn sich die Verdachtsdiagnose Leberkrebs mit den oben aufgeführten Untersuchungsmethoden nicht sichern lässt.

Leberzellkrebs wird nach der internationalen TNM-Klassifikation in folgende Stadien eingeteilt:

•   T1: Es liegt ein einzelner (solitärer) Tumor vor, der noch nicht in die Gefäße eingebrochen ist

•   T2: Solitärer Tumor, der bereits in die Blutgefäße eingebrochen ist oder mehrere (multiple) Tumoren mit maximal fünf Zentimeter Durchmesser

•   T3: Multiple Tumoren mit mehr als fünf Zentimeter Durchmesser in der größten Ausdehnung oder Tumoren mit Befall eines größeren Astes der Pfortader und der Lebervene

•   T4: Tumor(en) mit Einwachsen in angrenzende Organe (ausgenommen Gallenblase) oder Tumor(en) mit Durchbruch der Bauchfellschicht

•   N1: Es sind örtliche Lymphknoten befallen

•   M1: Es sind Tumorabsiedlungen in anderen Organen (Fernmetastasen) nachweisbar

Anders als bei der Bestimmung des Tumorstadiums für andere Karzinome muss bei der Beurteilung von Patienten mit Leberkrebs immer auch die Leberfunktion mit beachtet werden. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von verschiedenen Klassifikationssystemen, die neben der Ausdehnung des Tumors auch die Leberfunktion sowie den Allgemeinzustand des Patienten beachten (zum Beispiel die BCLC- (Barcelona Clinic for Liver Cancer) Klassifikation)



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Mehr Infos im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 21.04.2011
Bildnachweis: W&B/Falk Heller

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