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Lausbefall:
Therapie

Gegen Läuse helfen verschiedene Wirkstoffe in Form von Shampoos, Lotionen, Gels oder Sprays. Oft muss die Behandlung wiederholt werden. Wichtig: Bei der Auswahl der Arzneimittel oder Medizinprodukte beraten lassen!


Vorsichtig ausspülen: Gegen Läuse gibt es wirkstoffhaltige Shampoos. Sind Kinder betroffen, sollte man sich immer vom Arzt beraten lassen, welche Mittel geeignet sind

Läuse und Nissen lassen sich nicht durch das Waschen der Haare mit normalen Shampoos entfernen. Vielmehr müssen spezielle Wirksubstanzen aufgetragen werden, und zwar in Form von Shampoos, Lotionen, Gels oder Sprays. Sie sollen Läuse und ihre Eier abtöten, entweder chemisch (Insektizid) oder physikalisch (indem sie deren Atemwege verstopfen, wie etwa Mittel auf der Basis von Kokosöl).

Anerkannte Wirkstoffe sind zum Beispiel Allethrin, Permethrin und Pyrethrum (ein Extrakt aus Chrysanthemenblüten), aber auch verschiedene Medizinprodukte, die unter anderem Dimeticon und pflanzliche Öle enthalten.


Weil viele Mittel nicht gegen die Eier der Läuse, sondern nur gegen die Parasiten selbst wirken, sollte die Behandlung nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden. Um den Erfolg zu überprüfen, werden die Haare begleitend dazu immer wieder mit einem speziellen Läuse- oder Nissenkamm ausgekämmt.

Achtung: Einige auf dem Markt angebotene Wirksubstanzen sind für Kleinkinder und Säuglinge schädlich. Eltern sollten sich daher immer unbedingt vom Kinder- oder Hautarzt beraten lassen, wenn Sie den Verdacht haben, dass ihr Kind Läuse hat.

Ebenso dürfen einige Präparate während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Vorliegen des MCS-Syndroms (multiple Überempfindlichkeit gegen chemische Substanzen) oder bei Chrysanthemenallergie nicht eingesetzt werden. Auch in diesen Fällen ist es daher ratsam, sich bei einem Arzt zu erkundigen, wie sich die Läuse trotzdem effektiv bekämpfen lassen.

Kopfläuse

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt folgenden Vier-Punkte-Plan für die Bekämpfung von Läusen:

1. Am ersten Tag: Sofortige Behandlung mit einem Arzneimittel oder Medizinprodukt. Anschließend Haare mit Haarpflegespülung und Nissen- oder Läusekamm nass auskämmen.

2. Am fünften Tag Haare erneut spülen und gründlich auskämmen, um nachgeschlüpfte Larven zu entfernen.

3. Zwischen dem achten und zehnten Tag die Insektizid-Behandlung wiederholen. Damit werden auch sehr spät geschlüpfte Larven abgetötet.

4. Am 13. und 17. Tag nach der Erstbehandlung das Haar erneut gründlich nass auskämmen, um die Wirksamkeit der Therapie zu kontrollieren.

Zu den häufigen Fehlern bei der Bekämpfung der Parasiten zählen Mediziner, dass Arzneimittel nicht lange genug im Haar belassen werden (zu kurze Einwirkzeiten), sie zu sparsam oder ungleichmäßig aufgetragen oder durch das triefend nasse Haar ohne Absicht zu stark verdünnt werden. Oft wird auch die erforderliche zweite Behandlung einfach unterlassen.

Filzläuse

Körperbereiche, die von Filzläusen befallen sind, sollten erst gründlich mit Flüssigseife gewaschen, dann mit einem gegen die Läuse gerichteten Wirkstoff behandelt werden. Menschen mit starker Körperbehaarung wird geraten, auch Unterbauch, Gesäß und Oberschenkel zu therapieren, selbst wenn dort zunächst kein Befall feststellbar ist. Mit Pinzette oder Nissenkamm können danach noch verbliebene Nissen entfernt werden.

Sind Augenbrauen oder Wimpern betroffen, dann die Bereiche mehrfach täglich mit weißer Vaseline oder Olivenöl betupfen. Die Läuse ersticken bei dieser Therapie und können dann zusammen mit den Nissen nach ein paar Tagen mit einer Pinzette abgezogen werden.

Kleiderläuse

Kleiderläuse werden eliminiert, indem befallene Kleidungsstücke entweder entsorgt, heiß gewaschen oder einige Tage lang luftdicht verpackt gelagert werden. Im Gegensatz zu Kopfläusen – wo alle Läuse am Kopf beseitigt werden müssen – reichen bei Kleiderläusen solche Maßnahmen zur Bekämpfung meist aus. 



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 03.02.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Michael Krempf

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