Rheumafaktor: Zucker-Eiweißstoffe, die bei Rheuma vermehrt auftreten

Der Nachweis dieser Zucker-Eiweißstoffe lässt keine eindeutige Diagnose zu. Weitere Untersuchungen sind nötig

Was ist ein Rheumafaktor? 

Rheumafaktoren sind Zucker-Eiweißstoffe, die bei Menschen mit entzündlichem Rheuma vermehrt auftreten. Da diese Moleküle sich gegen körpereigene Abwehrstoffe (Immunglobuline) richten, spricht man auch von Autoantikörpern. Aber nicht alle Menschen mit entzündlichem Rheuma weisen diesen Rheumafaktor auf und es gibt Menschen mit Rheumafaktor, die nicht an entzündlichem Rheuma leiden. Der Nachweis des Rheumafaktors gibt also nur einen schwachen Hinweis, der durch weitere Untersuchungen bestätigt werden muss. 

 
Wann sind Rheumafaktoren erhöht?

Sie sind vor allem bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen erhöht. Rheumafaktoren können bei rheumatoider Arthritis in 80 Prozent, beim Sjögren-Syndrom in 85 Prozent und beim systemischen Lupus erythematodes in 25 Prozent in erhöhter Konzentration nachgewiesen werden. Ebenso können bei bestimmten bakteriellen und viralen Entzündungen, bei Lebererkrankungen und Tumoren Rheumafaktoren in erhöhter Konzentration auftreten. Auch bei Gesunden finden sich mit zunehmendem Alter Rheumafaktoren.

Welcher Wert ist normal?

Die Grenzwerte hängen von dem untersuchenden Labor und der verwendeten Untersuchungsmethode ab. 

 
In Kürze:

Rheumafaktoren treten vor allem bei entzündlichem Rheuma auf. Sie sind aber nur einer von vielen Bausteinen bei der Diagnose.

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.

Themen-Specials für Ihre Gesundheit: