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Kurzsichtigkeit
Therapie

Kurzsichtigkeit lässt sich mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen beheben. Daneben gibt es operative Verfahren, die das Sehvermögen bessern können

Eine Kurzsichtigkeit kann durch das Tragen einer Brille oder durch Kontaktlinsen behoben beziehungsweise kompensiert werden. Eine Brille für Kurzsichtige enthält Zerstreuungslinsen mit einem negativen Brechwert. Sie verschieben den Punkt, an dem ferne Gegenstände scharf abgebildet werden, so dass er direkt in der Netzhautebene liegt.

Eine Augenoperation ist eine weitere Möglichkeit zur Korrektur von Kurzsichtigkeit. Insbesondere Personen, die keine Brille und Kontaktlinse tragen möchten oder können, interessieren sich für diese Therapiemöglichkeit. Obwohl sie keine Standardbehandlung darstellen, kommen immer häufiger Laser zur Korrektur der Kurzsichtigkeit zum Einsatz. Wie bei allen chirurgischen Maßnahmen, gibt es auch bei diesen Verfahren Operationsrisiken. So kann es durch den Eingriff zu Infektionen, Über- oder Unterkorrektur der Sehschwäche (das heißt ein vormals Kurzsichtiger wird nach dem Eingriff weitsichtig oder ein Rest der Kurzsichtigkeit bleibt zurück) sowie zu erhöhter Blendempfindlichkeit kommen.

 


Der heute überwiegend durchgeführte Lasereingriff zur Korrektur der Kurzsichtigkeit ist die sogenannte LASIK (Laser-Assistierte In Situ Keratomileusis). Wichtige Voraussetzungen dafür sind eine ausreichende Hornhautdicke und die Tatsache, dass sich die Sehstärke in den vergangenen Monaten nicht wesentlich verändert hat. Der Augenarzt muss vor dem Eingriff eine gründliche Untersuchung der Augen durchführen und den Patienten anschließend sorgfältig beraten und aufklären. Bei der LASIK-Operation löst der Operateur zunächst mit einem feinen Schneidwerkzeug eine hauchdünne Lamelle der Hornhaut, den sogenannten Flap, ab und klappt ihn wie einen Deckel um. Dann trägt er die Hornhaut darunter mit einem Laser ab. Anschließend wird der „Hornhautdeckel“ wieder zurückgeklappt.



Anatomie des Auges: Was liegt wo? Hier finden Sie die Antwort (um die Grafik ganz zu sehen, bitte auf die Lupe klicken!)

Bei der höhergradigen Kurzsichtigkeit und bei ungenügender Dicke der Hornhaut haben die Augenärzte heute die Möglichkeit, eine künstliche Linse in das Auge einzupflanzen (Intraokulare Contakt-Linse). Diese sogenannte ICL wird in der Augenhinterkammer, also vor die eigene Linse und hinter die Regenbogenhaut, platziert.

Während sich die ICL bei jüngeren Kurzsichtigen anbietet, kommt bei älteren auch eine normale Staroperation zur Korrektur in Betracht. Bei dieser Operation wird wie beim Altersstar die eigene Linse entfernt und die Kurzsichtigkeit mit der implantierten Kunstlinse ausgeglichen.

Bei allen operativen Methoden muss vorher geklärt werden, ob der Eingriff für den Patient überhaupt geeignet ist und welche Risiken damit möglicherweise verbunden sind. Darüber und über die sonst vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten muss der Arzt den Patienten informieren.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 06.08.2010
Bildnachweis: W&B/ Szczesny

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