Die Ursachen für Peniskrebs sind nicht vollständig geklärt. Vermutlich begünstigen neben höherem Lebensalter mangelnde Hygiene, eine Vorhautverengung (Phimose), sowie Infektionen die Entstehung von Peniskrebs.
Insbesondere Infektionen mit dem humanen Papilloma-Virus (HPV) stellen ein Risiko dar. Es ist sicher, dass einige dieser Viren bei Frauen Gebärmutterhalskrebs auslösen. Mediziner vermuten, dass das Virus auch Peniskrebs verursachen kann. HPV-Infektionen führen bei beiden Geschlechtern zu warzenähnlichen Veränderungen der Genitalhaut und gehören weltweit zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheitserregern. In Kulturkreisen, in denen Jungen beschnitten werden, sind HPV-Infektionen seltener, Frauen weisen ein geringeres Risiko für Gebärmutterhalskrebs auf, bei Männern tritt ein Peniskarzinom seltener auf.
Die mögliche Erklärung dafür lautet: Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht vollständig zurückschieben. Dadurch bleibt immer etwas Vorhauttalg (Smegma) zwischen Eichel und Vorhaut zurück – ideale Voraussetzungen für Infektionen der Eichel.
Bestimmte Schleimhaut-Veränderungen, so genannte Leukoplakien, gelten als sichere Vorstufen von Peniskrebs. Man erkennt sie als weißliche Veränderungen der Schleimhaut.
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13.09.2005, aktualisiert am 12.07.2010
Bildnachweis: Mauritius Images GmbH/Photoresearchers
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