Zunächst fragt der Arzt – in der Regel ein Urologe – nach der Art und Dauer der Beschwerden (Anamnese). Anschließend inspiziert er den Penis und tastet ihn ab. Außerdem fühlt er, ob die Lymphknoten in der Leiste angeschwollen sind. Bei Verdacht auf einen Tumor wird er eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen lassen. Da das Peniskarzinom kaum Frühsymptome zeigt, wird es häufig durch Zufall entdeckt, zum Beispiel im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung.
Liegt ein Peniskarzinom vor, schließen sich weitere Untersuchungen an. Sie sollen Klarheit bringen, ob sich der Penistumor sich auf Lymphknoten oder andere Organe ausgebreitet hat. Zum Einsatz kommen Ultraschall-Untersuchungen (Sonografie), die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) oder die Computertomografie (CT). Auf einer Röntgenaufnahme können eventuell Krebsherde in der Lunge zu sehen sein. Bei Verdacht auf Knochenmetastasen wird ein so genanntes Skelettszintigramm angefertigt. Diese Methode ist jedoch nur im Einzelfall erforderlich.
Im Anschluss an die Untersuchungen wird der Peniskrebs in ein Stadium eingeteilt. Die internationale TNM-Klassifikation legt fest, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. Sie richtet sich vor allem danach, wie tief der Tumor in das Gewebe eingedrungen ist (Infiltration), ob Lymphknoten befallen sind oder ob Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen vorkommen. Der Arzt unterscheidet folgende Peniskrebs-Stadien nach dem TNM-System (T=Tumor, N=Lymphknotenbefall, M=Metastasen):
• T1: Der Peniskrebs ist oberflächlich, beschränkt sich auf Eichel und Vorhaut.
• T2: Das Karzinom hat die Schwellkörper infiltriert.
• T3: Die Tumorzellen dringen in Harnröhre oder Prostata ein.
• T4: Der Peniskrebs infiltriert weitere Nachbarstrukturen.
• N0: Die Lymphknoten sind nicht befallen.
• N1: Ein regionaler Lymphknoten ist befallen.
• N2: Der Peniskrebs hat in mehreren oberflächlichen Leistenlymphknoten Metastasen gebildet.
• N3: Der Tumor hat sich in tiefe Leisten- oder Beckenlymphknoten ausgebreitet.
• M0: Es haben sich noch keine Metastasen in Körperorganen gebildet.
• M1: Es haben sich Fernmetastasen, zum Beispiel in Lunge oder Skelett, gebildet.
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13.09.2005, aktualisiert am 12.07.2010
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