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Krebs:
Eine kleine Mutation ist schuld

Forscher haben einen Auslöser für bösartige Gliome entdeckt

Gehirn

Eine kleine Veränderung, die schnell zum Tod führen kann: Gliome wachsen rasch und sind nicht immer operabel

Eine Klasse bösartiger Hirntumore, die sogenannten Gliome, entstehen anscheinend durch einen bestimmten Gendefekt. Wissenschaftler des Medizinischen Zentrums der Duke Universität im US-amerikanischen Durham fanden nun bestimmte Abschnitte im Erbgut, die bei erkrankten Personen verändert sind. Diese speziellen Mutationen kommen nur in den gefährlichen Gliomen, nicht aber in anderen, gesunden Geweben vor.

 

Patienten mit bestimmten Gliom-Typen haben eine sehr schlechte Prognose und leben oft nur noch wenige Monate nach Ausbruch der Krankheit. Die Gene, in denen die Forscher die krankmachende Veränderung fanden, tragen die Information für ein Enzym, das für bestimmte Stoffwechselaufgaben verantwortlich ist. Dieses Enzym – Experten kürzen es als IDH ab – beteiligt sich an der Umsetzung des Atemsauerstoffs. Durch die Mutation verändert sich aber die Funktion von IDH. Das wiederum löst anscheinend den Krebs aus.


Die Mediziner hoffen nun, dass sie IDH bei der Behandlung der bösartigen Tumore unschädlich machen können. Auch bei der Früherkennung wären die mutierten Gene eine Hilfe. Denn je zeitiger Ärzte eine zum Krebs führende Zellveränderung entdecken, desto besser sind meistens die Heilungschancen. Und wenn Krebsspezialisten bei Ihren Patienten durch einen Gentest die veränderte Erbsubstanz finden, könnten spezielle Therapien schneller verschrieben werden.

 



New England Journal of Medicine / GesundheitPro; 19.02.2009
W&B/Jörg Kühn

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