Zusammenfassung:
Kehlkopfkrebs (medizinisch: Larynxkarzinom) ist die häufigste Krebsart im Hals- und Kopfbereich. Da im Kehlkopf auch die Stimmbänder liegen, werden auch Tumoren, die sich auf ihnen bilden, zum Kehlkopfkrebs gerechnet. Beinahe die Hälfte aller Krebserkrankungen im Kopf- und Halsbereich sind auf Kehlkopfkrebs zurückzuführen. Betroffen sind vor allem Männer zwischen 50 und 60. Der Hauptrisikofaktor ist das Rauchen. Bei Nichtrauchern tritt die Krankheit dagegen fast gar nicht auf.
Bei der Operation wird entweder der Tumor von den Stimmbändern unter dem Mikroskop abgetragen, der Tumor samt Stimmband wegoperiert (Chordektomie), ein Teil des Kehlkopfs (Larynxteilresektion), oder aber in seltenen Fällen der ganze Kehlkopf entfernt . Im letzteren Fall bleibt nur mehr eine Öffnung, durch die weiter geatmet werden kann. Muss der Kehlkopf wegoperiert werden, ist ein normales Sprechen nach dem Eingriff nicht mehr möglich. Die Mehrzahl aller Patienten kann jedoch durch frühzeitiges Training, viel Disziplin und Übung wieder sprechen lernen. Wenn das nicht gelingt, ist eine elektronische Sprechhilfe das geeignete Hilfsmittel.
Nachdem die vollständige Diagnose durchgeführt wurde, steht das Stadium der Krebserkrankung fest. Oft kann dieses aber erst nach einer Operation mit Bestimmtheit angegeben werden, wenn entnommene Lymphknoten oder andere Gewebeproben durch einen Pathologen untersucht worden sind. Die Wahl der Behandlungsmethoden hängt vor allem vom Krebsstadium, von der Lage des Tumors, zum Teil aber auch vom Gesundheitszustand des Patienten und weiteren individuellen Faktoren, wie zum Beispiel dem ausdrücklichen Patientenwunsch nach Kehlkopferhaltung, ab. Nachdem die Diagnose vorliegt, schlägt der Arzt die weitere Behandlung vor. Die Auswirkungen der jeweiligen Behandlungsmethoden sind unterschiedlich, daher ist es sinnvoll, eine zweite ärztliche Meinung über die weitere Vorgangsweise einzuholen.