Die Behandlung von Kehlkopfkrebs hängt davon ab, wie weit der Tumor fortgeschritten ist und wo er auftritt.
Befindet sich der Krebs in einem frühen Stadium, kann er relativ schonend operiert werden. Das heißt, der Chirurg muss den Kehlkopf nicht vollständig entfernen, sondern oft nur teilweise. Die Lebensqualität des Patienten erhöht sich erheblich, da die Stimme erhalten werden kann. Der Operateur kann den Tumor durch den Mund entfernen. Dabei führt er ein Laryngoskoprohr in den Mund ein und entfernt das erkrankte Gewebe. Wird dazu ein Laser eingesetzt, sprechen Mediziner von Laser-Mikrochirurgie. Mit diesem minimal-invasiven Verfahren lässt sich Kehlkopfkrebs in vielen Fällen effektiv behandeln, ohne dass die gesunde Rachen- und Kehlkopfstruktur in Mitleidenschaft gezogen wird.
Das Laser-Verfahren eignet sich jedoch nicht für jeden Patienten. In diesem Fall muss eine Operation von außen über einen Schnitt in den Hals erfolgen. Der Kehlkopf wird dabei teilweise oder vollständig entfernt – je nach Stadium des Tumors. Muss ein Chirurg den Kehlkopf ganz entnehmen (Laryngektomie), kann durch die Operation die Atmung beeinträchtigt werden. Deshalb muss der Arzt gegebenenfalls eine künstliche Atemöffnung in der Luftröhre (Tracheostoma) schaffen. Dann kann der Patient allerdings nicht mehr sprechen.
Mithilfe spezieller Techniken kann er das Sprechen aber wieder erlernen. Zum Beispiel durch eine andere Stimmtechnik – die sogenannte Ösophagus-Ersatzstimme. Auch die Implantation einer Sprechprothese, chirurgische Rekonstruktionstechniken oder der Gebrauch elektronisch apparativer Hilfsmittel kommen infrage.
Ob ergänzend oder alternativ zur Operation eine Strahlentherapie sinnvoll ist, hängt vom Krankheitsstadium ab. Zudem gibt es die Möglichkeit, eine Strahlen- und Chemotherapie zu kombinieren (Radiochemotherapie) .
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13.09.2005, aktualisiert am 27.06.2010
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