Wundrose,
häufige, akute bakterielle Infektionskrankheit der Haut, die meist durch Streptococcus pyogenes verursacht wird, seltener auch durch andere Streptokokken oder Staphylococcus aureus. Die Erreger gelangen über kleine äußere Verletzungen in die Haut.
Befund: 1–3 Tage nach Ansteckung beginnt die Krankheit plötzlich mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl; innerhalb von Stunden bildet sich eine flächenhafte, oft scharf begrenzte Rötung. Meist sind die Unterschenkel oder das Gesicht betroffen. Die Haut ist an der betroffenen Stelle überwärmt und aufgedunsen; die Lymphknoten im Abflussgebiet der Haut sind geschwollen. Die Entzündung kann sich auf die Unterhaut und tiefer liegende Schichten ausbreiten und zum Absterben des befallenen Gewebes (nekrotisierende Wundrose) führen. Lebensgefährlich ist mitunter die Wundrose des Gesichts, da von hier aus der Erreger ins Gehirn gelangen und dort zum Verschluss abführender Hirngefäße (Sinusvenenthrombose) führen kann.
Behandlung: Strenge Bettruhe, Ruhigstellung betroffener Gliedmaßen und hoch dosierte Antibiotikagaben über ca. 2 Wochen sind am ehesten im Krankenhaus gewährleistet. Meist heilen Wundrosen rasch ab, es kommt aber häufig zu weniger dramatisch verlaufenden Rückfällen. Ein späteres Auftreten von Folgeerkrankungen, z. B. eine Herzinnenhautentzündung oder Nierenentzündung, ist möglich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 14.02.2012
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