Zellprodukte in Zellen, auf Zelloberflächen, im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten, die Hinweise auf Bestehen, Verlauf oder Prognose bestimmter gut- oder bösartiger Tumorerkrankungen geben können.
Um Tumoren sicher zu erkennen, ist die Untersuchung der Marker nicht geeignet, da keineswegs alle Geschwülste Tumormarker produzieren. Allerdings dienen sie zur Beobachtung des Krankheitsverlaufs während und nach der Tumorbehandlung.
Tumormarker erster Ordnung werden von den Tumorzellen selbst produziert. In der Diagnostik häufig verwendet werden z. B. das karzinoembryonale Antigen (CEA) im Fall von Magen-Darm-Tumoren, Lungen-, Brustdrüsen- und Eierstockkrebs, das Alphafetoprotein (AFP) bei Leberzellschäden unterschiedlicher Art, Keimzelltumoren und embryonalen Rückenmarksspaltbildungen, das prostataspezifische Antigen (PSA) bei gut- und bösartigen Erkrankungen der Vorsteherdrüse, CA 12‐5 bei Eierstockkrebs und CA 19-9/CA 50 (Carbohydrate-Antigen) bei Bauchspeicheldrüsen-, Gallengangs-, Magen- und Dickdarmkrebs.
Tumormarker zweiter Ordnung werden von den Tumoren induziert, aber aus anderen Zellen freigesetzt, z. B. die alkalische Phosphatase (AP) bei gut- und bösartigen Erkrankungen sowie Tochtergeschwülsten in Leber und Knochen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 15.05.2012
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