Selbstmordneigung, Bereitschaft zur Selbsttötung. Freunde und Familienangehörige, die selbstmordgefährdet erscheinen, sollte man ansprechen. Ggf. erfährt der Betroffene allein hierdurch eine Entlastung, die eine bestehende Suizidalität reduzieren kann. Verstärken die Gespräche den Verdacht auf eine Suizidneigung, sollte versucht werden, den Betroffenen zur Annahme professioneller Hilfe (Psychotherapie, psychologische Beratung, evtl. auch eine medikamentöse antidepressive Behandlung) zu bewegen. Ist ein Selbstmordgefährdeter dazu nicht bereit, sollte man ihn das ernsthafte Versprechen abringen, sich (vorerst) nichts anzutun. Diese banal anmutende Maßnahme wird auch im Klinikalltag beim Umgang mit Selbstmordgefährdeten erfolgreich eingesetzt. Einen akut Selbstmordgefährdeten sollte man ständig beaufsichtigen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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