kontinuierliches Auftreten von epileptischen Anfällen. Beim Grand-Mal-Status folgt ein Grand-Mal-Anfall nach dem anderen über mehr als 5 Min., ohne dass der Betroffene zwischenzeitlich wieder das Bewusstsein erlangt. Diese Situation ist akut lebensbedrohlich. Neben den bei einem Grand-Mal-Anfall üblichen Maßnahmen wird sofort eine intravenöse medikamentöse Behandlung durchgeführt. Bei Wirkungslosigkeit dieser Maßnahme muss eine Vollnarkose eingeleitet werden. In einem geringen Teil der Fälle endet der Status epilepticus tödlich.
Ein fokaler Status ist das länger als 20 Min. anhaltende Auftreten von auf einen Teil des Gehirns begrenzten Anfällen (fokale Anfälle, Epilepsie). Der Betroffene bleibt dabei wach und orientiert. Diese Anfälle sind nicht akut lebensgefährlich, aber trotzdem behandlungsbedürftig. Ein nonkonvulsiver Status bezeichnet das wiederholte Auftreten epileptischer Anfälle ohne sichtbare Krämpfe, aber mit einer Störung des Bewusstseins. Der Betroffene ist teils wach, teils schläfrig, nicht richtig orientiert und handelt inadäquat. Auch hier erfolgt die Behandlung mit antiepileptischer Medikation.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 15.09.2011
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