knöcherne Verletzung einer oder mehrerer Rippen. Bei einem Rippenserienbruch sind mindestens drei benachbarte Rippen gebrochen. Meist sind die mittleren Rippen betroffen, da die oberen Rippen durch den Schultergürtel geschützt und die unteren Rippen aufgrund ihrer größeren Beweglichkeit stärker belastbar sind.
Ursache: Rippenbrüche entstehen z. B. bei direktem Schlag auf die Rippe, Sturz, Lenkradaufprall oder Gurtprellung, bei älteren Menschen aber auch spontan oder schon bei leichtem Druck aufgrund einer erhöhten Knochenbrüchigkeit (Osteoporose). In diesem Fall bleibt ein Rippenbruch häufig unbemerkt.
Befund: Bei günstiger Lokalisation verursachen Rippenbrüche manchmal keine oder nur leichte Schmerzen. Häufig ist ein Rippenbruch jedoch stark schmerzhaft und schränkt die Atembewegungen ein. Unerträgliche Schmerzen und schwerste Atemstörungen bestehen bei einem instabilen Brustkorb aufgrund eines Rippenserienbruchs.
Behandlung: Einfache Rippenbrüche bedürfen keiner speziellen Therapie. Durch Schmerzmittel wird die Atmung erleichtert, einfache Atemübungen fördern die ausreichende Entfaltung der Lunge und verhindern eine Lungenentzündung. Rippenserienbrüche müssen in einem Krankenhaus behandelt werden. Bei Instabilität des Brustkorbes ist evtl. eine Operation erforderlich (Osteosynthese). Bei jedem Rippenbruch können Begleitverletzungen der inneren Organe vorliegen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Verletzte mit Schmerzen im Bereich des Brustkorbes unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Bei Rippenserienbrüchen führt die Pendelluft zu einer unzureichenden Sauerstoffversorgung. Bei jedem Rippenbruch besteht infolge einer unzureichenden Atemtechnik die Gefahr einer Lungenentzündung.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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