degenerative Erkrankung des Gehirns, die durch fortschreitenden Schwund von Hirngewebe v. a. im Bereich des Stirn- und Schläfenlappens gekennzeichnet ist. Die Ursache ist ungeklärt, die Pick-Krankheit tritt jedoch in geringem Maße familiär gehäuft auf. Sie setzt oft bereits zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ein, also schon früher als ein Großteil der Demenzerkrankungen. Frühzeitig machen sich Persönlichkeitsveränderungen bemerkbar, die Betroffenen sind antriebslos und müde, aber auch gereizt und enthemmt. Intelligenz und Merkfähigkeit sind anfangs unbeeinträchtigt, erst später treten Gedächtnisstörungen auf. Innerhalb weniger Jahre schreitet der Prozess bis zur Demenz fort, nach durchschnittlich 10-jährigem Krankheitsverlauf tritt der Tod ein. Eine spezifische Behandlung ist nicht möglich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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