seltenes Krankheitsbild mit ein‐ oder beidseitigem Verschluss der Nierenvene und ihrer Äste durch ein Blutgerinnsel. Bei Kleinkindern kommt es gelegentlich durch starke Austrocknung (nach anhaltendem Erbrechen und/oder Durchfall) zustande, bei Erwachsenen auch durch Entzündungen, im Rahmen von Tumoren oder Verletzungen, selten auch als Komplikation nach Nierentransplantation. Eine Nierenvenenthrombose kann symptomarm verlaufen oder es treten Schmerzen in der Flankengegend und evtl. Fieber auf. Durch Einlagerung von Flüssigkeit ins Nierengewebe (Ödem) ist die Niere stark vergrößert, was sich im Ultraschallbild zeigt. Zur Behandlung wird das Gerinnsel entweder operativ entfernt (Thrombektomie) oder mit Medikamenten aufgelöst.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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