häufige, aber harmlose Wurmkrankheit, die vorwiegend bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter auftritt.
Ursache: Der Madenwurm (Enterobius vermicularis, Oxyuris vermicularis) ist ein zu den Fadenwürmern zählender Darmparasit, der überall auf der Welt vorkommt und etwa 1,2 cm lang wird. Seine Eier werden z. B. über verunreinigte Nahrungsmittel aufgenommen. Im Dünndarm schlüpfen die Larven und entwickeln sich dort zu erwachsenen Würmern mit einer Lebensdauer von etwa drei Monaten. Die weiblichen Madenwürmer kriechen meist nachts aus dem Anus und legen in den Analfalten ihre Eier ab. So kann sich der Erkrankte selbst erneut durch eine Autoinfektion (After-Finger-Mund-Weg oder verunreinigte Wäsche) anstecken.
Befund: Charakteristisch für die Madenwurmkrankheit ist ein starker, besonders nachts auftretender, analer Juckreiz. Daneben kommt es zu Appetitverlust und Gewichtsabnahme. Besteht die Infektion bei Kindern über einen längeren Zeitraum, kann sich eine Entwicklungsverzögerung einstellen.
Behandlung: Es gibt viele effektive, gut verträgliche Wurmmittel. Der ständigen Selbstansteckung muss durch häufige Reinigung der Analgegend sowie der Hände und Fingernägel und häufiges Wechseln der Unter‐ und Bettwäsche vorgebeugt werden. Ein Kratzen des oft sehr juckenden Analbereiches muss unbedingt vermieden werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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