Form der Regionalanästhesie, die mithilfe eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) Schmerzen und Empfindungen in einem begrenzten Körpergebiet für eine bestimmte Zeit ausschaltet. Im Gegensatz zur Vollnarkose bleiben das Bewusstsein und die Spontanatmung erhalten. Bei der Oberflächenanästhesie werden Nervenenden in der Haut- oder Schleimhautoberfläche durch das Aufbringen eines Lokalanästhetikums betäubt (z. B. durch das Aufsprühen eines Lokalanästhetikums im Rachenbereich vor einer Magenspiegelung). Eine Infiltrationsanästhesie bezeichnet das Einspritzen eines Lokalanästhetikums in die Haut, die Unterhaut oder in den Muskel, wodurch die dort liegenden Nervenenden betäubt werden (z. B. bei kleineren chirurgischen Eingriffen oder zum Umspritzen einer zu versorgenden Wunde).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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