Hirnerkrankung mit Beginn zwischen dem 40. und 80. Lebensjahr, die mit einer fortschreitenden Beeinträchtigung geistiger Fähigkeiten, mit Schwankungen der Wachheit und Aufmerksamkeit, mit visuellen Halluzinationen und dem Bild einer Parkinson-Krankheit einhergehen kann. Sie gilt heute als zweithäufigste Ursache einer Demenz mit einer Häufigkeit um 20 %. Im Vergleich zur Alzheimer-Demenz bestehen geringere Gedächtnisstörungen, dagegen stehen zu Beginn Störungen des räumlichen und des planenden Denkens, der Urteilsfähigkeit, der geistigen Flexibilität und der Denkgeschwindigkeit im Vordergrund. Später entwickelt sich mit rascherem Fortschreiten das Vollbild einer Demenz. In der mikroskopischen Untersuchung findet man typische Eiweißablagerungen, sog. Lewy-Körperchen, in den Nervenzellen der Hirnrinde, aber auch tiefer Hirnstrukturen. Eine Heilung ist nicht möglich. Die Behandlung der Demenz erfolgt, ähnlich wie bei der Alzheimer-Demenz, mit Cholinesterasehemmern, die dem Mangel an Acetylcholin in den Nervenzellen entgegenwirken.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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