röhrenartiges Herzkranzgefäßimplantat. Er kommt zur Anwendung bei kurzstreckigen arteriosklerotischen Gefäßverengungen in den Herzkranzgefäßen, die durch eine Ballondilatation (Angioplastie) aufgedehnt werden können. Der Koronarstent wird mithilfe eines Applikators in das Herzkranzgefäß eingeführt und bis zur ehemaligen Verschlussstelle vorgeschoben. Der scherengitterartige Koronarstent entfaltet sich im Gefäß, stützt es von innen ab und soll auf diese Weise einen erneuten Verschluss verhindern. Trotzdem besteht die Gefahr, dass sich das Herzkranzgefäß erneut verengt oder ganz verschließt. Deshalb verwendet man inzwischen auch Koronarstents mit spezieller medikamentöser Beschichtung (Drug-Eluting-Stents), außerdem erhält der Patient nach dem Eingriff Medikamente zur Blutverdünnung.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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