Gewinnung von Knochenmarkzellen meist zu diagnostischen Zwecken. Eine typische Form der Knochenmarkentnahme ist die Knochenmarkpunktion. Nach örtlicher Betäubung führt der Arzt eine Hohlnadel z. B. in den Beckenknochenrand (Beckenkammpunktion) oder das Brustbein (Sternalpunktion) ein. In der anschließenden Phase der Aspiration saugt er mit einer Spritze das Knochenmark ab. Bei einer Knochenmarkbiopsie gewinnt er zusätzlich strukturiertes Gewebe mittels einer Knochenmarkstanze, durch die ein dünner Knochenmarkzylinder entnommen wird. Im Anschluss an die Knochenmarkentnahme wird das gewonnene Zell- und Gewebematerial mikroskopisch untersucht. Knochenmarkentnahmen werden zur Diagnose von bösartigen Krankheiten, insbesondere von Blut- und Lymphknotenkrebs, Knochenmarkschwund, bei bestimmten angeborenen Immun- und Stoffwechselkrankheiten sowie auch im Rahmen einer Knochenmarktransplantation durchgeführt. Letztere erfolgt in Vollnarkose des Knochenmarkspenders.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung