akute oder chronische Entzündung der Knochenhaut. Sie tritt häufig zusammen mit einer Knochenmarkentzündung oder Knochenentzündung auf.
Ursache: Auslöser sind häufig mechanische Reize (z. B. Prellungen, Quetschungen, Überlastung beim Sport). Auch Krankheitserreger, die von anderen Krankheitsherden einwandern (z. B. bei Sehnenscheidenentzündungen) oder direkt durch Verletzungen oder Operationen eindringen, können eine entzündliche Reaktion hervorrufen. Sie können auch über den Blutweg zur Knochenhaut gelangen, z. B. bei Tuberkulose, Syphilis oder Typhus.
Befund: Der Kranke klagt über Schmerzen in Ruhe, bei Berührung und Belastung. Der betroffene Knochenabschnitt ist geschwollen, meist ist die Beweglichkeit eingeschränkt. Bei einer bakteriellen Infektion mit Eiterbildung kann der Eiter durch eine vorhandene Wunde abfließen oder als Weichteilfistel durch die Haut brechen. Im Röntgenbild sind die Veränderungen zu erkennen.
Behandlung: Die Grunderkrankung wird therapiert, der betroffene Bereich ruhig gestellt. Eventuell ist eine chirurgische Ausräumung des Entzündungsherdes notwendig.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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