plötzlich auftretende, möglicherweise lebensbedrohende Schwellung der Kehlkopfschleimhaut, meist im Bereich der Glottis (Kehlkopf, Glottisödem).
Ursache: Zugrunde liegen können Allergien (z. B. nach einem Insektenstich), Entzündungen (Kehlkopfentzündung, Epiglottitis, Pseudokrupp, Diphtherie), Virusinfekte, Quincke-Ödem, Tumorleiden oder Bestrahlungen.
Befund: Die Betroffenen klagen über Heiserkeit, Husten, Fremdkörpergefühl im Hals und Atemnot bis hin zu Erstickungsanfällen.
Behandlung: Zur Minderung der Schwellung kann der Hals mit einer Eiskrawatte gekühlt werden. Sind bakterielle Entzündungen die Ursache, wird mit Antibiotika therapiert, ansonsten helfen Kortikoide in hohen Dosen. Bei starker Atemnot kann das Einsetzen eines Röhrchens in den Kehlkopf (Intubation) oder ein Luftröhrenschnitt und evtl. eine künstliche Beatmung notwendig werden, um die Luftwege freizuhalten. Das beruhigende Einwirken auf den Betroffenen kann lebensrettend sein, da jede Aufregung zur Beschleunigung der Atmung und so zu deutlicher Verstärkung der Atemnot führen kann.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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