Blutzuckerspiegel unterhalb des altersentsprechenden Normwertes, beim Erwachsenen unter 50 mg/dl.
Ursache: Eine Hypoglykämie kann z. B. durch Lebererkrankungen, Insulin produzierende Tumoren oder übermäßigen Alkoholgenuss bei unzureichender Nahrungsaufnahme bedingt sein. Am häufigsten tritt sie jedoch bei Diabetes mellitus infolge Überdosierung von Insulin oder blutzuckersenkenden Tabletten sowie nach ungewohnten körperlichen Anstrengungen auf.
Befund: Die Betroffenen bekommen Heißhunger, werden unruhig und zittern. Ihre Haut ist blass und schweißig. Innerhalb weniger Minuten kann sich mit psychischen Störungen, Bewusstseinstrübungen bis zum Koma und neurologischen Ausfällen wie etwa Lähmungen ein hypoglykämischer Schock entwickeln. Die Diagnose wird durch Blutzuckerbestimmung gestellt.
Behandlung: Bei rechtzeitiger Glukosegabe bilden sich die Symptome typischerweise innerhalb weniger Minuten zurück. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, kann z. B. Glukoselösung getrunken werden, bei Bewusstseinstrübung ist eine Infusion erforderlich. Zeigt ein Diabetiker die Symptome einer beginnenden Hypoglykämie, sollte er schnellstmöglich Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen. Ist der Betroffene nicht mehr ansprechbar, kann von Angehörigen eine Glukagon-Fertigampulle gespritzt werden, die gefährdete Diabetiker stets bei sich tragen sollten.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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