akute oder chronische Entzündung des Hüftgelenks.
Ursache und Einteilung: Die Coxitis fugax tritt v. a. bei kleinen Kindern oft plötzlich und ohne erkennbare Ursache oder einige Wochen nach einer Infektionserkrankung auf. Sie zählt zu den reaktiven Arthritiden, die begleitend zu Allgemeininfektionen bestehen und bei Ruhe und Entlastung nach einigen Tagen folgenlos abklingen. Bei der bakteriellen Hüftgelenkentzündung (Coxitis infectiosa) dringen Krankheitserreger entweder von einem benachbarten Infektionsherd oder seltener durch eine offene Verletzung in das Hüftgelenk ein und lösen die Entzündungsreaktion aus. Die rheumatische Hüftgelenkentzündung (Coxitis rheumatica) hat ihren Ursprung in einer Entzündung der Gelenkinnenflächen, die durch eine Immunreaktion gegen das eigene Körpergewebe besteht (z. B. bei der rheumatoiden Arthritis). Auch mechanische Reize bei Inkongruenz von Hüftkopf und Hüftpfanne (z. B. bei Hüftgelenkluxation, Hüftdysplasie) und Arthrose können entzündliche Reaktionen auslösen.
Befund und Behandlung: Die Hüfte schmerzt, ist überwärmt und gerötet. Der Betroffene nimmt eine Schonhaltung ein und hinkt, um die erkrankte Seite zu entlasten. Bei chronischem Verlauf droht eine Hüftkontraktur durch Kapselschrumpfung. Die Diagnostik erfordert neben Bluttests eine Röntgenaufnahme der Hüfte. An erster Stelle steht die Therapie der Grunderkrankung.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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