eitrige, bakterielle Gehirnentzündung (Enzephalitis) mit Gewebeeinschmelzung. Die Erreger wandern meist von entzündlichen Herden in der Nähe des Gehirns (z. B. Mittelohrentzündung) ein, aber auch offene Schädel-Hirn-Verletzungen oder neurochirurgische Operationen können Ursache sein.
Krankheitserscheinungen wie Kopfschmerzen, Fieber, Lähmungen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen, Übelkeit und epileptische Anfälle treten 1–2 Wochen nach einer Lokal- oder Allgemeininfektion, manchmal aber auch noch nach Jahren auf. Der Entzündungsherd wird operativ ausgeräumt, begleitend wird ein geeignetes Antibiotikum eingesetzt. Oft ist eine vollständige Heilung möglich, trotz optimaler Behandlungsbedingungen können aber auch Todesfälle oder bleibende Schäden die Folge sein.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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