synthetisch hergestelltes Opiat, das im Körper in Morphin umgewandelt wird. Aufgrund seiner guten Fettlöslichkeit kann Heroin leicht die Blut-Hirn-Schranke passieren, was zu einem schnellen Konzentrationsanstieg im Gehirn und dem dafür typischen »Kick« führt. Heroin greift an den Opiatrezeptoren im Gehirn an und löst einen euphorischen Zustand aus. Das Suchtpotenzial ist hoch; das anfänglich erreichte Glücksgefühl weicht der körperlichen Abhängigkeit (Sucht). Obwohl Heroin auch geraucht oder geschnupft werden kann, erfolgt die Zufuhr meist als intravenöse Injektion. Bei einer Überdosierung wird das Atemzentrum so stark gehemmt, dass eine Atemlähmung bis hin zum Atemstillstand erfolgen kann. Heroin untersteht dem Betäubungsmittelgesetz und darf nicht verschrieben werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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