Fehlstellung der Zehen, bei der die Großzehe im Grundgelenk zur Fußaußenseite abknickt und sich unter oder über die anderen Zehen legt.
Es scheint eine erbliche Veranlagung zu bestehen, da die Krankheit familiär gehäuft auftritt. Auch die Schuhmode (spitzer Vorderteil und hoher Absatz) begünstigt die Entwicklung. Der H. v. tritt immer zusammen mit einem Spreizfuß (Fußdeformitäten) auf. Durch die Fehlstellung der Großzehe steht das Mittelfußköpfchen vor, sodass der Ballen vorspringt, schmerzt und Hühneraugen bildet. Eine Schleimbeutelentzündung kann entstehen und es droht der verstärkte Verschleiß des Großzehengrundgelenks (Arthrose). Bei beginnendem H. v. kann das nächtliche Tragen von Schienen, tagsüber von Filz- oder Gummieinlagen oder orthopädischen Schuhen gegen die Beschwerden helfen. Allerdings ist die fortschreitende Fehlstellung der Großzehe nicht aufzuhalten. Dauerhafte Beschwerdefreiheit wird nur durch eine Operation erreicht.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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