Medikamente, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Histamin am H1-Rezeptor hemmen.
Anwendungsgebiete: Wirkstoffe mit stärker dämpfender Wirkung (z. B. Diphenhydramin, Doxylamin, Promethazin) werden als Schlafmittel oder bei Schwindel und Erbrechen (Antiemetika) verwendet. Allergiemedikamente, als Tablette bzw. Kapsel eingenommen, enthalten z. B. die Wirkstoffe Astemizol, Terfenadin, Dimetinden, Bamipin, Azelastin (auch als Nasenspray erhältlich), Cetirizin oder Loratadin. Äußerlich – in Salben- oder Gelform – werden wegen ihrer juckreizstillenden Wirkung z. B. Dimetinden, Diphenhydramin und Bamipin eingesetzt. In Augentropfen oder Nasensprays wird Levocabastin eingesetzt, das aufgrund seiner örtlichen Anwendung rasch Beschwerdelinderung bei Heuschnupfen bringt und kaum Nebenwirkungen verursacht.
Nebenwirkungen: Bei der Einnahme und großflächiger Anwendung von Salbe oder Gel können Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit vermindert sein sowie Müdigkeit auftreten. Verstärkt wird diese Wirkung bei gleichzeitigem Alkoholkonsum oder zusätzlicher Verwendung anderer Schlaf- und Beruhigungsmittel. Bei neueren H1-Rezeptorenblockern (z. B. Terfenadin, Cetirizin, Loratadin) ist diese Wirkung nur schwach. Weiterhin können Magen-Darm-Störungen oder Mundtrockenheit auftreten.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 04.10.2011
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