Gonokokken|konjunktivitis,
Gonoblennorrhö:Augenbindehautentzündung, die durch Gonokokken, zur Gattung der Neisseria gehörige Bakterien, bedingt ist.
Ursache und Befund: Auf dem Geburtsweg können die Gonokokken von der mit Gonorrhö (Tripper) infizierten Mutter auf den Säugling übertragen werden. 2 bis 4 Tage nach der Geburt kommt es zu einer meist beidseitigen Bindehautentzündung mit Rötung und blutig-eitriger Absonderung. Erwachsene infizieren sich durch Schmierinfektion und entwickeln eine meist einseitige Bindehautentzündung. In beiden Fällen besteht die Gefahr der Hornhauteinschmelzung mit nachfolgender dauerhafter Sehbehinderung.
Behandlung: Wenn nur ein Auge befallen ist, wird das andere durch einen Verband vor einem Übergreifen der Infektion geschützt. Die Augen werden in kurzen Zeitabständen gespült, anschließend wird eine Antibiotikalösung eingetropft, außerdem müssen Antibiotika eingenommen werden. Zur Vorbeugung einer Gonokokkenkonjunktivitis des Säuglings kann nach der Geburt 1 %ige Silbernitratlösung (Credé-Prophylaxe) in die Augen eingetropft werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 25.05.2011
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