gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, die oft als gestielter Tumor im Gebärmuttermund sichtbar wird. Der Gebärmutterpolyp tritt dreimal häufiger im Gebärmutterhalskanal (Zervixpolyp) als in der Gebärmutterhöhle (Korpuspolyp) auf und neigt zu Blutungen, Infektion und geschwürigem Zerfall. Eine Entartung zum Krebs findet nur selten statt. Gebärmutterpolypen kommen in jedem Alter vor, treten aber v. a. während der Wechseljahre auf. Möglicherweise ist ein Überschuss an Follikelhormon an der Entstehung mitbeteiligt. Die Gebärmutterpolypen machen sich durch vom Menstruationszyklus unabhängige Schmierblutungen, Blutungen nach den Wechseljahren, Kontaktblutungen nach dem Geschlechtsverkehr oder durch Fremdkörpergefühl mit wehenartigen Schmerzen bemerkbar. Oft besteht Ausfluss. Sichtbare, gestielte Gebärmutterpolypen können mit einer speziellen Zange gefasst und abgedreht werden. Ist dies nicht möglich, wird eine Spiegelung der Gebärmutter und Ausschabung durchgeführt und das entfernte Gewebe mikroskopisch untersucht.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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