alle Erkrankungen oder Veränderungen, die sich innerhalb der Gebärmutter abspielen oder deren Funktion beeinflussen. Die meisten Gebärmutterkrankheiten sind begleitet von unspezifischen Symptomen wie Ausfluss, Menstruationsstörungen und Schmerzen.
Gebärmutterkrankheiten: Als häufigste krankhafte Veränderungen der Gebärmutter sind Tumoren von Bedeutung. Zu den gutartigen gehören das Uterusmyom, der Gebärmutterpolyp und die Endometriose. Häufigster bösartiger Gebärmuttertumor ist das Uteruskarzinom. Zentrale kreisförmige Rötungen des Muttermundes (Erythroplakien), die bei der gynäkologischen Untersuchung oft zu erkennen sind, werden zuverlässig durch Zellabstriche beurteilt. Meist handelt es sich um harmlose Verlagerungen von Drüsenschleimhaut des Gebärmutterhalses auf die Oberfläche des Muttermundes. Geschwürige Veränderungen des Muttermundes als Folge einer Tuberkulose oder Syphilis treten selten auf. Entzündungen des Gebärmutterhalses (Zervizitis) werden vorwiegend durch Gonokokken oder Chlamydien ausgelöst.
Gebärmutterkrankheiten bei Schwangeren: Das Gebärmuttergewebe ist während der Schwangerschaft aufgelockert, vermehrt durchblutet und daher verletzlicher. Zu einem Gebärmutterriss kann es bei schwieriger Entbindung, z. B. Zangengeburt, kommen. Die Gefahr des Durchstoßens der Gebärmutterwand mit dem Instrument ist bei Ausschabungen nach einer Fehlgeburt oder bei Abtreibung ebenfalls erhöht. Im Wochenbett kann es zu einer Gebärmutterentzündung kommen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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