operative Entfernung der Gallenblase. Sie ist bei Gallenblasensteinen, -entzündungen und -tumoren angezeigt.
Die konventionelle Gallenblasenentfernung wird angewendet, wenn von Anfang an Komplikationen zu befürchten sind, z. B. bei einer Eiteransammlung in der Gallenblase oder bei starken Verwachsungen. Die Bauchöffnung erfolgt durch einen Hautschnitt entlang des Rippenbogens im rechten Oberbauch. Nach der Entfernung der Gallenblase werden die Gallengänge mit Kontrastmittel geröntgt. Findet sich ein Stein im Gallengang, werden die Gallenwege eröffnet und der Stein entnommen (Choledochusrevision).
Bei der laparoskopischen Gallenblasenentfernung wird die Gallenblase im Rahmen einer Bauchspiegelung entfernt. Sie ist die Methode der Wahl bei unkomplizierten Gallensteinleiden. Der operative Zugang erfolgt über kleine Einschnitte im Ober- und Mittelbauch. Wenn es während des Eingriffs zu Komplikationen kommt, muss der Schnitt erweitert und die Operation auf konventionellem Weg fortgesetzt werden. Der Betroffene verspürt nach dem Eingriff nur einen minimalen Wundschmerz und kann das Krankenhaus nach kürzerer Zeit wieder verlassen.
Klagen Betroffene auch längere Zeit nach einer Gallenblasenentfernung noch über Beschwerden, spricht man von einem Postcholezystektomie‐Syndrom.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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