Blutung in den Raum zwischen harter Hirnhaut (Dura mater) und Schädelknochen.
Ursache: Meist tritt die Epiduralblutung bei schweren Schädel-Hirn-Traumen auf und ist durch das Zerreißen einer Hirnhautarterie (Arteria meningea) bedingt.
Befund: Nach einer direkt nach Verletzung auffallenden Bewusstseinstrübung ist der Betroffene für einige (bis zu 12) Stunden klar (symptomfreies Intervall) und entwickelt dann eine – je nach Ausmaß der Blutung – zunehmende Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma. Frühzeichen kann eine unterschiedliche Pupillengröße (Anisokorie) beider Augen sein, im weiteren Verlauf können je nach Ort der Blutung unterschiedliche neurologische Ausfälle wie z. B. eine Halbseitenlähmung hinzutreten. Eine Weitstellung der Pupillen ist bereits ein sehr bedrohliches Zeichen. Bei kleinen Kindern besteht im Fall einer ausgedehnten Blutung auch unter die Kopfhaut die besondere Gefahr eines Kreislaufschocks.
Behandlung: Die Gefahr eines zunehmenden Hirndrucks erfordert bei ausgedehnten Befunden rasches Handeln. Eine neurochirurgische Operation mit Ausräumung der Blutung kann eine rasche Druckentlastung herbeiführen. Besonders Blutungen im Rückenmarksbereich sollten aufgrund der Gefahr einer Rückenmarkskompression (Querschnittssyndrom) unverzüglich operiert werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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