Gattung kugelförmiger, unbeweglicher Bakterien, die sich im Gegensatz zu den meisten anderen Bakterienarten nur innerhalb von Wirtszellen vermehren können.
Drei Arten sind für den Menschen als Krankheitserreger von Bedeutung:
Chlamydia pneumoniae verursacht chronisch verlaufende Atemwegsinfektionen; außerdem wird eine Mitbeteiligung an der Entstehung der Herzkranzgefäßverkalkung diskutiert. Der Erreger der Ornithose des Menschen ist Chlamydia psittaci.
Am bedeutendsten aus der Gattung ist Chlamydia trachomatis als häufiger Verursacher von sexuell übertragbaren Infektionen der ableitenden Harnwege und Geschlechtsorgane bei Frau und Mann. Neugeborene können sich unter der Geburt anstecken und eine eitrige Augenbindehautentzündung (Einschlusskonjunktivitis) entwickeln, die meist rasch ausheilt. Die weltweit häufigste Ursache für Erblindung ist das Trachom. Auch die fast nur in den Tropen vorkommende Geschlechtskrankheit Lymphogranuloma venereum ist durch Chlamydia trachomatis verursacht.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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